SCHIZOPHRENIA - Voices

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VÖ: 31.01.2020
Bandinfo: SCHIZOPHRENIA
Genre: Death / Thrash Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Wenn ein mir unbekanntes Album namens „Voices“ von der Band SCHIZOPHRENIA auftaucht muss ich es hören.
Klare Sache. Dachte ich jedenfalls. Dass es letzten Endes doch ganz woanders hin ging war aber aufregend. Ich wusste ja nicht, dass ich mich gerade in eine unaufhaltsame Achterbahn gesetzt hatte die durchgehend nur Looping fährt. Ohne Pause.

SCHIZOPHRENIA bestehen aus Ricky Mandozzi (Vocals/Bass), Romeo Promos (Guitar), Marty VK (Guitar) und Lorenzo Vissol (Drums). Das Projekt aus Belgien nahm im Oktober 2019 Form an und schon kurze Zeit später ließen SCHIZOPHRENIA eine aggressive, harte und rasante Mischung aus Death- und Thrash Metal auf uns los. In Eigenproduktion versteht sich. 
Man hört sofort Einflüsse von DARK ANGEL, SLAYER oder DEMOLITION HAMMER raus. Auf dem Debütalbum sind fünf Songs zu hören. Mehr geht auch nicht. Nachdem man das Album gehört hat, muss man mal kurz durchatmen und schauen ob eh noch alles da ist wo es hingehört.

Der Opener „Structure Of Death“ bringt einen schon zum Schwitzen. Wir reisen hier mit dem ersten Ton zurück zu den Anfängen von SEPULTURA und SLAYER. Wer also diese Zeit feiert wird auf seine Kosten kommen.
Höher! Höööher!! Dude, höher!!! Sänger Ricky Mandozzi screamt sich im Höhenflug das Gehirn aus dem Kopf, ohne die Puste zu verlieren. Ich verliere dabei langsam meinen Verstand. Aber mir erklärt sich nun der Bandname. SCHIZOPHRENIA, an sich ist der der Name schon eine Hommage an die Metalszene der 80er und 90er Jahre. SEPULTURA veröffentlichten schließlich 1987 ihr zweites Album, „Schizophrenia“. So schließt sich also der Kreis. Weiter geht es mit den Tracks „Perpetual Perdition“ und „Schizophrenia“. Der Gemüts- und Geisteszustand bleibt überdreht, aggressiv und voller Adrenalin. „Mortal Sin“ und „Beyond Reality“ bleiben im selben Stil. Ich bekomme langsam aber sicher Platzangst in der Achterbahn.

Fazit: Ein wenig Nostalgie schadet nie!
Ein gelungener wenn auch ein wenig einseitiger Zeitsprung zurück in die 90er Welt des Thrash Metals und all seiner Extreme.
Die Songs sind eingängig, temporeich und perfekt produziert aber fast identisch. Was keine Kritik sein muss, denn man bekommt was man erwartet sobald man erkannt hat in welche Richtung es hier geht. Die Texte sind dunkel und handeln von Tod, dem eigenen Verstand und Wahnsinn. Das Songwriting erinnert mich ein wenig an BLACK SABBATH 1970. 

Man kann sagen SCHIZOPHRENIA verstehen es die Wurzel allen Übels zu finden und von dort aus weiter zu wachsen.
In Höchstgeschwindigkeit. Völlig überdreht, manisch, panisch und ein wenig nostalgisch. Ein kurzer, aber intensiver Trip. Mit etwas  Horror, Schweiß, Tank Tops und Dauerwelle.Viel Spaß bei dieser Fahrt zurück in die Vergangenheit!



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Denise Alex Heindl (08.02.2020)

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