VERTILIZAR - Never Walk Alone

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VÖ: 31.01.2020
Bandinfo: VERTILIZAR
Genre: Alternative Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

2018 poppten ganz unverhofft VERTILIZAR im (ober-)österreichischen Musikuntergrund auf und beeindruckten mit ihrer selbstbetitelten Debüt-EP und energiegeladenen Auftritten die hiesige Szene. Dabei überraschten sie nicht nur mit ihren musikalischen Qualitäten im Bereich alternativer Rockender Gefilde mit sattem 90s-Grunge-Einschlag, sondern auch mit extrem professioneller Arbeitsweise, die sich sowohl in der blitzsauberen Produktion der Songs, als auch der zahlreichen Musikvideos niederschlug. Nachdem so eine EP aber irgendwann zu wenig Spielzeit für die immer zahlreicher und auch immer größer werdenden Auftritte bereithält und man nicht alles mit Covern auffüllen kann, stehen VERTILIZAR nun endlich mit ihrer sehnlich erwarteten zweiten EP namens „Never Walk Alone“ in den Startlöchern.

Erneut fällt gleich die professionelle, schön differenzierte Produktion auf, die die EP veredelt und den Songs amtlichen Druck spendiert, den man schon im Titeltrack „Never Walk Alone“ merkt, der mit starkem, dramatischem Aufbau und emotionalem Gesang lockt. In die etwas kernigere, rifforientiert groovende Ecke geht „Bow Down“, das mit düsterer Grundstimmung und ordentlichem Schub daherkommt. Einer der wahrscheinlich aggressivsten Songs (auch textlich), den man von VERTILIZAR bisher gehört hat. Die Hymne „Disarmed“, bereits mit starkem Musikvideo veröffentlicht, kommt mit hymnischem Charakter einher und wurmt sich verdammt schnell und langanhaltend ins Ohr. Ein prädestinierter Live-Brecher!

Kantig gehen die Vier auch in „Victory“ zu Werke, das mit sattem Riffing und zwingendem Refrain aufwarten kann. Im zugehörigen Musikvideo zeigen sich VERTILIZAR von einer ungewöhnlich martialischen Seite, die den Burschen mit den streckenweise schön fett dahinbratenden Gitarren überraschend gut zu Gesicht steht. „Devour Me“ schließt das Album dann mit noch einmal eher ins hymnische gehender Attitüde ab, kann aber mit den vorhergehenden Krachern nicht mehr so ganz mithalten.

Mit ihrer neuen, zweiten EP gehen VERTILIZAR in eine leicht kantigere Ecke als auf ihrem Debüt, das noch mit mehr durchaus breitentauglichen Anleihen spielte. Die treibenderen Titel, prädestiniert für die Live-Situation, stehen VERTILIZAR auch extrem gut zu Gesicht, wie man neidlos anerkennen muss. Im Verein mit dem sympathischen Auftreten der Burschen und dem stetigen Willen zur Verbesserung kann man schon sagen, dass hier vielleicht gerade eine kommende heimische Musikgröße am erwachsen ist. Der Grundstein für Künftiges ist gelegt und er sitzt verdammt gut!

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (27.01.2020)

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