MAMMOTH MAMMOTH - Kreuzung

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VÖ: 08.11.2019
Bandinfo: MAMMOTH MAMMOTH
Genre: Stoner Metal
Label: Napalm Records
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Lineup  |  Trackliste

Obwohl die Homepage noch immer per Parte das Ableben der Gruppe im Jahre 2017 verkündet und seither auch keine Updates mehr erhalten hat [Anm. d. Lekt.: Das nenn ich mal Arbeitsmoral!], MAMMOTH MAMMOTH sind lautstark zurück. Bestes Zeugnis dafür ist Album Nummer 5 „Kreuzung“, das den bisherigen Weg zielstrebig weiter verfolgt. MAMMOTH MAMMOTH rocken noch immer brachial vorwärts, die Mischung aus australischem Weltkulturerbe (AC/DC, ROSE TATTOO), Wüstenrock Marke KYUSS oder FU MANCHU sowie einer Prise Deathpunk (TURBONEGRO lässt grüßen) wurde marginal variiert.

Warum sollte man ein funktionierendes Gefüge verändern? Nicht in laufende Maschinen zu greifen ist ohnehin oberste Devise. Wie schlägt sich „Kreuzung“ im Vergleich zu seinen Vorgängern? Bis zu einem bestimmten Grad sind die Alben der Gruppe, weil ähnlich gelagert, austauschbar, bei genauem Hinhören werden die qualitativen Unterschiede doch hörbar. Macht „Kreuzung“ beim ersten Hören noch Lust auf mehr, schleicht sich bei wiederholtem Genuss relativ schnell Langeweile ein. Zu wenig Tiefgang sorgt dafür, dass viele Stücke, die im Livekontext einer schweißtreibenden Show sicherlich brillant funktionieren, auf Platte relativ unspektakulär bleiben. Länger hängen bleiben nur der ruppige Opener „I’m Ready“, das melodische „Wanted Man“ und das für Bandverhältnisse epische, hypnotisch groovende „Kreuzung“. Das ist in Summe einfach zu wenig, viele Songs können im Albumkontext nicht wirklich zünden und bleiben austauschbares Füllmaterial. Unterm Strich ist „Kreuzung“ ein gutklassiges Rockalbum, welches Fans der Gruppe mit neuem Material versorgt, qualitativ verliert das Songmaterial im Vergleich mit den Vorgängerwerken etwas den Anschluss.

 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Michael Walzl (01.01.2020)

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