CARL DIXON - Unbroken

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VÖ: 29.11.2019
Bandinfo: CARL DIXON
Genre: AOR
Label: Frontiers Records
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Lineup  |  Trackliste

CARL DIXON ist Sänger und Gitarrero von CONEY HATCH, einer der unterbewertetsten Melodicrock Bands aller Zeiten. Mit "Unbroken" legt er sein meines Wissens viertes Solo-Album vor, welches passend mit "Unbroken" betitelt wurde, denn er machte durchaus schwere Zeiten durch. Vor gut zehn Jahren lag er nach einem schweren Autounfall im Koma und kämpfte sich danach mühsam wieder ins Leben zurück. In folgendem Video erzählt CARL DIXON von diesem üblen Tag und wie das Ganze in Australien passiert ist:

                 

Mit CONEY HATCH gab es im Jahr 2013 mit "Four" ein ausgezeichnetes Comeback-Album. So durfte man gespannt sein was Mastermind Dixon auf seinem neuen Solo-Album zu sagen hat.

"Can't Love A Memory" ist der perfekte Einstieg. Ein schmissiger Melodicrock-Titel mit ausgiebig Drive, guter Melodie und einprägsamen Chorus. CARL DIXONS Stimme erinnert einen öfters an DON DOKKEN, als er noch gut bei Stimme war. Nicht die schlechteste Referenz. "Bowl Me Over" nimmt etwas Fahrt raus, dennoch ein ganz netter Song. "Nothing Lasts Forever" ist dann wieder etwas flotterer Rock, der natürlich an seine Hauptband erinnert. Auch "Every Step Of The Way" hält den hochwertigen Standard.

Bei "Summer Nights" wirds dann ein wenig flacher , ein sehr austauschbarer Song, der mir nicht ganz so gefällt. 

Zeit für die Feuerzeuge bzw. die Handytaschenlampe: "All My Love And Hopes For For You" ist die erste Powerballade, die mir allerdings etwas zu zahm ist, zumal der Chorus auch nicht den allergrößten Reißer darstellt.

"This Isn't The End" mit offenbar autobiographischem Text ist wieder von anderem Kaliber, Melodicrock der feineren Güteklasse.

Die Produktion ist - sofern man das bei einem mp3-Download beurteilen kann - recht gut ausgefallen. Am Schlagzeug ist mit Mark Santers von den Kanadiern SANTERS auch kein Unbekannter zu hören.

"Drive Just Drive" ist der härteste Song der Scheibe, im mittleren Tempo angesiedelt, der live sicher gut ankommen wird. "Roll The Dice" kann man leider doch der Kategorie "Filler" zuordnen, etwas zu zurückhaltend und seicht die Nummer, auch vom Gesang her. Da wäre ein wenig mehr Biss angesagt gewesen finde ich.

"Keep The Faith" (keine BON JOVI-Coverversion) ist auch eine sehr relaxtes, leicht unspektakuläres Lied, ehe der hymnische Titelsong dann das Album auf gutem Niveau beendet.

Zusammenfassend kann man sagen, dass "Unbroken" eine nette Melodicrock-Scheibe ist, die gut unterhält ohne jedoch das Genre aufzurütteln, was auch sicher nicht der Anspruch ist. Ein paar Mal hätte man mehr aufs Gaspedal steigen können, manche Songs plätschern doch sehr stromlinienförmig an einem vorbei. CONEY HATCHs Comeback-Scheibe hat mir da um einiges besser gefallen. Dennoch dürfte die Zielgruppe feststehen und Gefallen an dem Werk finden. Ich vergebe eine solide Drei.

               

               



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (02.12.2019)

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