DEAF RAT - Ban the Light

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VÖ: 01.11.2019
Bandinfo: DEAF RAT
Genre: Hard Rock
Label: AFM Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Wusstet ihr, dass taube Ratten gut darin sind, einen Spagat zu machen? Konkret geht es bei diesen schwedischen Ratten namens DEAF RAT um den Spagat zwischen Hair-Metal, Glam, Hard Rock und ordentlichem Metal.

Die fünf Jungs bringen mit ihrem Erstling ihr größtes Problem bzw. Anliegen auf den Punkt, nämlich das „Anderssein“. Sie schaffen das nicht nur wegen der langen Wallemähnen, die man heute ja nicht unbedingt mehr im Metal Genre bei jeder Band hat, sondern vor allem wegen ihrem Stil. Die Wurzeln der Schweden liegen im Hardrock und bei den Bands, die sie in ihrer Jugend gehört haben (KISS wird da zum Beispiel genannt), das Endergebnis liefert von allem, was damals gehört wurde, ein bisschen was und in Summe ist „Ban The Light“ nun ganz schön knackig und speedig geworden. Optisch kratzt man schon mal bei Hair Metal und Glam Rock. Musikalisch ist man aber härter und man hört die Erfahrung raus (ist ja nicht die erste Band der Jungs, sie spielten zB zuvor in BILLION DOLLAR BABIES), weil im Songwriting schenken sie sich nichts. Da gibt es coolen Gitarrensound (Riffs, Soli, sehr eingängig!), Hammer-Schlagzeuger, der sich nichts schenkt, ordentlichen Drive am Bass und natürlich astreine Gesangsleistung sowohl von Sänger Frankie Rich als auch seinen Chorknaben Pat Kramer, Max Lander.

Anspieltipps:


„Save Me From Myself“, das jetzt nicht zu den härteren Songs gehört, sondern an die 90er erinnert, schön rund im Songwriting, mit Wechsel in den Harmonien und Vocals. Hier kann Sänger Frankie Rich gut in verschiedenen Techniken und Tonlagen ausdrücken, was ihn bewegt.

Der Titeltrack „Ban The Light“, mit einem total eingängigen Sound, der sich ein wenig an Zakk Wyldes Stil und Ozzy orientiert, aber schneller gespielt.

„Bad Blood“ – zuerst dachte ich an GOTTHARD und deren „Unplugged“ Veröffentlichungen – der Song ist eins zu eins auf dieser Schiene, mit der zarten akustischen Gitarrenmusik und dem Schwerpunkt auf Gesang und schöner Melodie.

 „Wanted Forever“  ist eine schmissige Nummer mit knackigem heavy Sound, der typisch ist für den Spagat zwischen Hard Rock und Metal, instrumental fast bei Metal, gesangstechnisch und im Rhythmus aber doch mehr Hard Rock, weil es einfach netter klingt als Metal.

Zehn Songs also, die nicht im Einheitsbrei alter Hard Rock Bands mitmischen, sondern diesem junges, flottes Leben einhauchen. Im Endeffekt haben sie damit absolut Recht. Hard Rock muss nicht immer rund und geschniegelt sein und kitschig sowie abgedroschen. Moderner Hard Rock darf ruhig Ecken und Kanten haben, sowie raue Vocals und erdige Töne. Das Gesamtbild muss stimmen, und hier sind DEAF RAT wirklich eine angenehme Neuerscheinung.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Lady Cat (06.11.2019)

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