ALUNAH - Violet Hour

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VÖ: 11.10.2019
Bandinfo: ALUNAH
Genre: Doom Metal
Label: Heavy Psych Sounds Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Die verführerische Lady mit einem aible für die viktorianische Mode hat dieses Jahr wieder Mal ihre unheimlich angenehme Stimme im Studio erklingen und sich von Betrug, Täuschung und Tod inspirieren lassen. Die Rede ist von dem britischen Vierergespann ALUNAH, das sich nach zwei Jahren mit einem neuen Full-Length-Album namens „Violet Hour“ meldet.

Es wird nicht lange herumgefackelt, denn der Einsteiger „Trapped & Bound“ wirft einen abrupt ins kalte Wasser und schüttelt die Köpfe des Doom Aficionados, mittels fetziger Riffs, kräftig durch. Siâns (Gesang) sanfter Gesang nimmt etwas an Härte aus dem Trubel heraus, damit die Band die Freunde der gemächlicheren Metalszene nicht verschreckt. In den darauffolgenden Tracks schlagen die aggressiven Töne immer weniger über die Wogen hinaus und ebben in ruhigere Gefilde ab. In „Violet Hour“ zieht Dean Ashton (Gitarre) ganz andere Saiten auf, indem er rhythmisch ein langsameres Tempo anspielt. Das Groove-Element behält ALUNAH bei, um die Dynamik im Album zu bewahren. Im letzten Drittel von „Violet Hour“ fügen die Briten eine weitere Komponente hinzu, wodurch sie verhindern, der Monotonie zu verfallen. Die disharmonischen Klänge der Gitarre verleihen ihrer Musik ein wenig Grusel. Schritt für Schritt baut sich das Lied „Lake Of Fire“, mit Unterstützung von Orgelpfeifen auf, bis sich der Rest der Band hineinschleicht. Der Höhepunkt des Tracks teilt sich auf mehrere kleinen Parolen, die durch mehrstimmigen Gesang verstärkt wird, auf, was zur Folge hat, dass die Zuhörer bis zum endgültige Finale warten müssen.

Der gleichnamige Albumtitel wurde schon von berühmten Dichtern wie dem längst verstorbenen T.S. Eliot, der sich mit Angst, Tod und Freiheit des Menschen auseinandersetzte, geprägt. Er bot für die Doomband ALUNAH anscheinend eine gute Basis, um das neue Album darauf aufzubauen, aber die Umsetzung scheint nicht richtig zu funktionieren. Die Briten bemühen sich Abwechslung in die Sache zu bringen, indem sie einen ausgewogenen Mix aus harten und ruhigen Riffs in die Stimmung etablieren, jedoch fallen sie dennoch manchmal in die Monotonie hinein. 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (09.10.2019)

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