BLACKRAIN - Dying Breed

Artikel-Bild
VÖ: 13.09.2019
Bandinfo: BLACKRAIN
Genre: Hard Rock
Label: SPV / Steamhammer
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Die Franzosen sind zurück. BLACKRAIN gibt es in ihrer Heimat ja schon ein paar Jährchen, bei uns sind sie aber noch nicht recht oft aufgeschlagen. Liegt – wie gesagt – sicher an der Entfernung, liegt sicher nicht an der Sprache, da sie englisch singen. Liegt aber garantiert auch daran, dass sie eine Musik machen, die heutzutage nicht mehr so richtig „in“ ist. BLACKRAIN machen nämlich ganz eindeutig 80er Hard Rock mit Glam- und Sleaze Einschlag. Das dazugehörige Outfit mit langen Haaren, Schminke und den entsprechenden fetzigen Klamotten haben sie natürlich auch dabei. Man kann nun sagen, das ist absolut veraltet, die Jungs gehören zu einer aussterbenden Rasse – oder man sieht es als Revival der Hardrock Szene und Huldigung der damaligen Zeit und des Sounds.

Lassen wir mal Zweiteres gelten. Sieht man es unter diesem Gesichtspunkt, dann machen sie ihre Sache gar nicht schlecht. Ihre Songs klingen, als wären es Neuerscheinungen von POISON, MÖTLEY CRÜE oder SKID ROW. Aber Achtung! Sie in einer Linie mit STEEL PANTHER zu sehen passt nicht ins System, das ist doch was anderes.

Wir sehen uns auf „Dying Breed“ zehn Songs gegenüber, die sehr sehr „old-school“ Hard Rock sind. Schon beim Start nehmen sie das sozusagen selbst auf die Schippe: Im Titeltrack „Dying Breed“ sehen sie sich als eben diese aussterbende Rasse langhaariger, Party feiernder Rockmusik Liebhaber. Genau dieses Feeling kommt rüber, wenn sie mit Riffs und Rhythmen den flotten-frechen-fetzigen Hard Rock der 80er intonieren.

Mal mit mehr Bass etwas knackiger, dann mit Chorus wieder rockig, egal ob „Hellfire“ oder „Blast Me Up“, dieses Zeug klingt sehr nach MÖTLEY CRÜE und Songs à la „Dr. Feelgood“. Einer meiner Favoriten ist das kuschelige „All Angels Have Gone“, wo sie mit akustischem Sound glaubhaft emotional werden. Eigentlich ist die zweite Hälfte des Albums irgendwie besser, das tolle „We Are The Mayhem“ überzeugt mit Rhythmus und Melodie und fährt in die Beine, „Rock Radio“ hat einen Mitsing-Chorus und bei „Public Enemy“ liefern sie einen härteren Einstieg sowie einen lässigen Beat, der den Song modern macht und gut in die heutige Zeit passt. Leider ist das Ende „A Call From The Inside“ gesanglich ein wenig schwach. Hier klingt Mikromann Swan ein wenig piepsig, fast wie einer dieser typischen Boygroup Sänger.

Fazit: Ich kann nur meine Meinung vom letzten Album wiederholen – sie sind eine Hardrock-Band die hie und da Modernes einstreut, aber überwiegend den Traditionen dieser Musikrichtung treu bleibt, was sie vor allem für ältere Fans und Anhänger dieser Szene interessant macht.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (25.09.2019)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE