VAN ALEN - String Theory

Artikel-Bild
VÖ: 27.09.2019
Bandinfo: VAN ALEN
Genre: Instrumental / Shred / Fusion
Label: Mars Music Productions
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Als die  VAN ALEN-Promo zur Aussicht gestellt wurde bekam ich erst einmal Schnappatmung. Eine neue VAN HALEN-Scheibe???? Zu schön um wahr zu sein. Es wird wohl auf ewig Wunschdenken bleiben, Meister Eddies Gitarrenspiel mal wieder in neuen Songs zu lauschen. Doch wer geilen Gitarrenklängen nicht abgeneigt ist (und das dürfte alle Stormbringer-Leser einschließen) sollte auch Freude am neuen (Mini-)Werk des ECLIPTICA-Gitarristen VAN ALEN haben.

Dieser hat sich auf die Fahne geschrieben, die Musikwelt mit instrumentalen Gitarrenklängen zu erfreuen. Die Hauptmotivation für das Instrumentalalbum lag im Wunsch darin, Musik zu spielen und in einem Arrangement so auszudrücken, wie es in der Form innerhalb seiner Band nicht möglich ist. 

„Die Vielfalt, die das Element der Gitarre mit sich bringt, getaucht in eine instrumentale Atmosphäre, die den Zuhörer auf eine besondere Reise mitnehmen soll“, dieses hehre Ziel setzte er sich während der Entstehungsphase des Albums.

Und nach mehrfachem Hören der "String Theory"-EP scheint ihm das durchaus gelungen zu sein. Es handelt sich hier nicht um das übliche Shredder-Solo-Album eines Bandgitarristen. Vielmehr werden Freunde von STEVE VAI und JOE SATRIANI angesprochen, deren Klasse sowohl kompositorisch als auch soundtechnisch zwar noch nicht erreicht wird, aber für ein erstes Herantasten ist das vorliegende Ergebnis aller Ehren wert.

Auch wenn nur fünf Songs vertreten sind, wird doch einiges an Abwechslung geboten. 

Der Opener "Silent Strings" ist entgegen dem Titel kein ruhiger Track sondern ein flottes Opening, bei dem die Solo-Gitarre die Gesangsstimme sehr gut ersetzt.

"A Walk With Dante" könnte auch von einem der oben genannten Protagonisten der Instrumental-Gitarrenmucke stammen. Da shredded sich Herr ALEN gekonnt und hochgeschwindig durch die vier Minuten des Songs. 

"Supernova Ante Portas" ist dann  ein  klassischer Ohrwurm, deren Gitarrenmelodie man nach zweimal Hören nicht mehr aus dem Gehörgang bekommt. Ganz klar der Höhepunkt auf "String Theory".

Bei "To The Moon And Back" wird es dann akustischer und ruhiger. Da meine ich auch etwas JASON BECKER herauszuhören. Eine schöne Ballade, die auch auf dem "Triumphant Hearts"-Album von Maestro JASON  nicht unangenehm aufgefallen wäre

"Ishtar (of Love And War)" ist programmgemäß orientalisch angehaucht und ein prima Ausklang einer durchaus überzeugenden EP. 

Haupt-Kritikpunkt für mich ist der doch etwas arg rumpelige Drum-Sound, der offenbar aus der Konserve kommt (ich konnte keine Drum-Credits in der Promo-Info finden) und der zudem noch viel zu laut gemixt ist. Da wäre auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf.

Ansonsten sollten alle Instrumental-Freaks VAN ALEN eine Chance geben und die Ohren anspitzen. Es könnte sich lohnen. Mal sehen ob VAN ALEN auch über die Langdistanz überzeugen kann.

 

            



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (22.09.2019)

WERBUNG: Mayhem – Daemon
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE