THE ELECTRIC MUD - Burn Down The Ships

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VÖ: 23.08.2019
Bandinfo: THE ELECTRIC MUD
Genre: Stoner Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Während den Aufnahmen von THE ELECTRIC MUDs neuem Album „Burn The Ships“ haben neben anderen Substanzen auch die musikalischen Gehirne geraucht. Die amerikanische Truppe versucht Blues mit psychodelischen Elementen, die seit den 60er Jahre bekannt sind. Damit ihr Sound nicht abgedroschen klingt, hat THE ELELCTRIC MUD das Ganze mit moderneren Riffstrukturen aufgepeppt.


Im ersten Moment hören sich die Gitarrenriffs bei „Burn The Ships“ wie eine wilde Tour durch die Bluespentatonik an und spielen sich mit viel Schwung durch die Lieder. Die energiegeladenen Zwischenspiele von Pierson Whicker (Schlagzeug) pushen die Band noch weiter voran, getoppt nur noch vom kratzigen Gesang von Peter Kolter (Gitarre, Gesang). Die psychedelischen Parts wie in „Black Wool“ oder „Terrestrial Birds“ lassen den Zuhörer auf Wolke Sieben schweben, erwecken jedoch den Anschein einer einzig langen Jamsession. Der vielfältige Musikmix der 60er verliert sich in den langwierigen Gitarrensolos von Peter Kolter (Gesang, Gitarre), die nach öfterem Anhören der Tracks zu wenig innovativ klingen.


Viel geschwungen, halb gelungen. THE ELECTRIC MUD hat sich in die alten Zeiten des Rocks verguckt und möchten deshalb alles auf einmal ins Album quetschen. Ein vielseitiges Gemisch aus Southernrock, Soul, Jazz, Rock und Stoner kommen auf einen zu, aber mehr bedeutet nicht immer besser. Die amerikanische Truppe hat den richtigen Riecher für knackige Songs, verrennt sich jedoch in den verschiedenen Musikstilen. „Burn The Ships“ gleicht einer unglaublich fantastischen Jam Session, von der man aber, nach wiederholtem Anhören, nicht mehr begeistert werden kann. 
 



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (16.08.2019)

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