TERAMAZE - Are We Soldiers

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VÖ: 21.06.2019
Bandinfo: TERAMAZE
Genre: Progressive Metal
Label: Mascot Label Group - Provogue Records
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Lineup  |  Trackliste

TERAMAZE sind eine Prog-Band aus Australien, die schon einige Jahre (und Album-Releases) auf dem Buckel haben. Zuletzt haben sie 2015 mit „Her Halo“ auch in den heiligen Stormbringer-Hallen für Begeisterung gesorgt (4.5 von 5 Punkten!). Grund genug, sich das Nachfolgewerk „Are We Soldiers“ reinzupfeifen.

Und der erste Eindruck ist schon mal ganz gut: der Opener „Fight Or Flight“ bietet ein symphonisches Intro, das dann in einen hochmelodischen, geschmeidigen Prog-Song mündet. Der Refrain ist eingängig, fast schon poppig – steht aber dem Track ganz gut. Das Problem an „Are We Soldiers” wird dann aber offensichtlich, wenn das Album über die ganze Länge gehört wird. Wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“ meint man bei jedem Song, den so oder so ähnlich schon mal auf dem Album gehört zu haben. Die Formel wird einfach kaum variiert; abgesehen vom orientalisch angehauchten „Control Conquer Collide“ oder „Orwellian Times“ mit einigen Breaks drin versinkt die Scheibe im Einheitsbrei.

Das wäre ja noch in Ordnung, wenn ansonsten alles passen würde (BOLT THROWER haben gefühlt drei bis fünf unterschiedliche Songs geschrieben, die waren halt dafür der Hammer). Leider driften TERAMAZE aber – vor allem bei den Refrains – in derart poppige Gefilde, dass einem die Ohren fast wehtun. Die Stimme (mit der gefühlt immer gleichen Vocal Line) ist dann so weit über die Instrumente gemischt, dass CELINE DION auch glücklich wäre. Und waren TERAMAZE bei „Her Halo“ wie Kollege Annerer schreibt noch „hart an der Grenze zum Kitsch“, so haben sie diese Grenze bei „Are We Soldiers“ deutlich überschritten.

Das klingt dann nach einer Metalcore-Band, die alle harten Schrei-Parts auslässt und nur die Kuschel-Refrains übergelassen hat. Um ein schlechtes Wortspiel zu bemühen, ist man bemüht der Band den Titel vom letzten Track „DePOPulate“ entgegenzurufen. So ist „Are We Soldiers” ein Album, das sehr bald den Hörer mehr irritiert als interessiert, und daran können die zweifellos vorhandenen musikalischen Fähigkeiten der Jungs und die saubere Produktion leider auch nichts mehr ändern.




Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Luka (16.06.2019)

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