SLOW ORDER - Eternal Fire

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VÖ: 14.06.2019
Bandinfo: SLOW ORDER
Genre: Stoner Metal
Label: Argonauta Records
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Lineup  |  Trackliste

Das Trio SLOW ORDER aus Italien ist in Kreisen des härter angehauchten Stoner Rocks längst kein Geheimtipp mehr. Nach dem Release ihrer ersten EP "Pyramid Toward Oblivion" - welche von Kritikern hoch gelobt wurde - spielten sie mit Szenegrößen wie KARMA TO BURN, PENTAGRAM und AVON. Die neu Platte – "Eternal Fire" soll an den Erfolg des ersten Albums mithilfe von altbewährten, rockigeren Klängen und dem Einbau von innovativen, groovigeren Riffs anknüpfen. Ob den Jungs erneut ein solcher Geniestreich gelingt, wird sich herausstellen.

Als Opener bekommen wir direkt den Titeltrack "Eternal Fire" auf die Ohren. Ein sanft beginnendes Stück, welches prompt zu ruppigeren Tönen wechselt und diese circa fünf Minuten lang durchhält. Ein grundsätzlich gut gelungenes Eröffnungslied, welches jedoch dem Hören nach mit klassischem Stoner Rock nicht mehr allzu viel gemein hat. Bei "Obsessive Tale" ist es ähnlich – nur in schneller, kürzer und lauter.

"Kanavar" hingegen kommt mit etwas mehr Fuzz um die Ecke. Ein flottes Riffing, welches mit bösen Grooves gepaart wird und einen Hauch von SLEEP verspüren lässt – somit definitiv einer der besten Songs aus "Eternal Fire".
Das wohl atmosphärisch, anspruchsvollste Stück ist „Starweed“. Ein kurzes Lied, welches vergleichsweise leise und ohne jegliche Verzerrungen daherkommt - somit ein gut gelungener Ausgleich zum Rest.
Last But Not Least – "Black Mass". Ob das wohl ein Hint auf ELECTRIC WIZARD war? Wir werden es wohl nie erfahren. Fest steht soweit nur, dass hier noch einmal ordentlich in die Pedals getreten wird um dem Hörer die volle Dosis SLOW ORDER mit auf den Weg zu geben.

Fazit? Klar ist, dass die Latte aufgrund des Debütalbums ziemlich hoch lag. Leider konnten SLOW BURN nicht allen Erwartungen vollkommen gerecht werden. Für instrumentellen Stoner Rock fehlt es einfach an zu vielen Stellen noch an Fuzz und ausgeklügelten Riffs. Durch den Versuch möglichst viele Einflüsse des Heavy Metal einzubauen klingen leider manche Passagen etwas verloren.
Nichtsdestotrotz kann man sagen, das mit „Eternal Fire“ ein solides, zweites Studioalbum geschaffen wurde. Für das nächste Album würde ich mir wünschen, dass das Trio zurück zu seinen Wurzeln geht und sich einen Tick weniger an den Szenegrößen orientiert.

 

 



Ohne Bewertung
Autor: Anna Buchbauer (10.06.2019)

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