DEATH ANGEL - Humanicide

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VÖ: 31.05.2019
Bandinfo: DEATH ANGEL
Genre: Thrash Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Seit dem Comeback-Album „The Art Of Dying“ (2004) veröffentlicht die amerikanische Thrash Metal-Insitution DEATH ANGEL in regelmäßigen Intervallen neue Alben. Daher können DEATH ANGEL seit ihrer Reunion mittlerweile doppelt so viele Veröffentlichungen wie in ihrer „ersten“ Karriere vorweisen. Ähnlich konstant wie die Veröffentlichungspolitik ist die musikalische Qualität der einzelnen Alben, eine Tradition die hoffentlich auch das aktuelle Album „Humanicide“ beibehält.
 
Dass DEATH ANGEL auch 15 Jahre nach der Wiedervereinigung bis in die Haarspitzenmotiviert sind, hört man „Humanicide“ jederzeit an. DEATH ANGEL legen im Vergleich zum ebenfalls exzellenten Vorgänger „The Evil Divide“ noch eine ordentliche Portion Aggression nach. Die gesamte Band spielt tight und engagiert wie aus einem Guss, die Rhythmusfraktion ballert, dass einem das Herz aufgeht. Über diesem Gewitter thronen großartige Melodiebögen die traditionellerweise Kernelement jedes Songs der Gruppe sind, sowie der facettenreiche Gesang von Mark Osegueda, welcher einmal mehr unter Beweis stellt, einer der ganz großen Sänger des Genres zu sein. Der Titeltrack „Humanicide“ beginnt ohne Umschweife mit einem kraftvollen Intro, das im weiteren Verlauf zu einer Lehrstunde im Thrash Metal-Songriting entwickelt. Prägnante Riffs, ein eingängiger Chorus, rasante Gitarrenleads, ein stampfender Midtempopart, Bassleads - DEATH ANGEL feuern in diesem Stück aus allen Rohren. „Divine Defector“ schaltet keinen Gang zurück, sondern kommt in idealem Headbangtempo direkt auf den Punkt, wobei der Refrain entfernt an neuere KREATOR erinnert. Eine erste kurze Verschnaufpause bietet das akustische Intro von „Aggressor“, doch auch dieser Song bietet lupenreinen Thrash Metal. Durch das extrem variantenreiche Songwriting schaffen es DEATH ANGEL, das Aufmerksamkeitslevel während der gesamten Spielzeit hoch zu halten. „I Came For Blood“ überrascht beispielsweise mit rockigen Vibes, der „Revelation Song“ hat ein mitreißend, hymnisches Flair, kurzum jedes Stück birgt individuelle, musikalische Qualitäten.
 
„Humanicide“ ist nicht nur ein Highlight inmitten der letzten Veröffentlichungen der Gruppe, sondern ein Höhepunkt der gesamten Diskographie. Dass eine Band nach einer weit über 30 Jahre andauernden Karriere motivierter und inspirierter klingt als mancher Newcomer beim Debüt, muss man auch erst mal schaffen. So und nicht anders muss Thrash Metal klingen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Michael Walzl (24.05.2019)

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