RPWL - Tales From Outer Space

Artikel-Bild
VÖ: 22.02.2019
Bandinfo: RPWL
Genre: Progressive Rock
Label: Gentle Art Of Music/Soulfood Music
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

22 Jahre Bandgeschichte, 8 Studioalben, 6 Livealben und 1 Best-Of: die deutschen Prog-Rocker von RPWL werden ihren Enkeln mal einiges über ihr bewegtes Musikerleben erzählen können. Viel Gutes werden sie auch von ihrem neuesten Machwerk, dem Quasi-Konzeptalbum „Tales From Outer Space“, berichten können, das als eines ihrer stärksten Alben in die Geschichte eingehen wird.

RPWL waren ja immer schon auch für ihre Konzeptlastigkeit bekannt (siehe etwa „Beyond Man And Time“), „Tales From Outer Space“ soll dagegen nur eine Sammlung an „Kurzgeschichten“ zum Thema Science-Fiction sein. Trotzdem lässt sich textlich und musikalisch schon ein gewisser roter Faden heraushören.

Mit „A New World“ startet das Album schon mal ganz stark, die Mischung aus den Vocals von Fronter Yogi Lang, den Oldschool-Synth-Effekten und den Soli lässt an das Beste des britischen Prog/Rock denken, von PINK FLOYD über ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA zu DEEP PURPLE.

Nach „Welcome To The Freak Show” (einer der schwermütigeren, kritischeren Songs auf dem Album) kommt mit „Light Of The World“ das nächste Highlight, ein unglaublich dynamischer Track, der sich zunächst noch langsam entfaltet, bevor sich in den folgenden zehn Minuten Rockgitarre und Streicher ein Stelldichein geben.

„Not Our Place To Be” klingt dann mit seinen symphonischen Parts stärker nach ELO, die Sozialkritik steht hier wieder im Vordergrund, orientalische Harmonien sorgen für das gewisse Etwas. Das folgende „What I Really Need“ ist der zweite ganz große Höhepunkt auf der Scheibe, mit schönen Prog-Parts und einem herrlichen Refrain (und zwischendurch schimmert tatsächlich „Irgendwann bleib i dann dort“ von STS durch!).

Bei „Give Birth To The Sun”  wird das Gaspedal wieder etwas zurückgenommen, der Song erinnert mit dem reduzierten Arrangement und den fließenden Instrumental-Parts stark an die nächsten britischen Progmeister (MARILLION), bevor „Far Away From Home“ das Ende des Albums einläutet, zuerst noch ganz ruhig, bevor sich eine Hymne daraus entwickelt, die der perfekte Abschluss für „Tales From Outer Space“ ist.

RPWL haben sich über ihre lange Karriere ihre ganz eigene Nische gefunden, sind mittlerweile auch von den ewigen PINK FLOYD-Vergleichen ganz gut weggekommen und beweisen mit „Tales From Outer Space“, dass guter britischer Prog-Rock durchaus auch aus Bayern kommen kann.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Luka (10.04.2019)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: 4. OpenHair Metal Festival
ANZEIGE