THE DAMNED THINGS - High Crimes

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VÖ: 26.04.2019
Bandinfo: The Damned Things
Genre: Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Bei THE DAMNED THINGS handelt es sich um ein Allstarproject Von ANTHRAX-Ikone Scott Ian und Joe Trohmann von FALLOUT BOY. Nach acht Jahren Pause kommt nun mit "High Crimes" wieder ein neues Album heraus. Wer ANTHRAX-ähnliche Musik erwartet den dürfte ein ziemlicher Schock erwarten, ist die Mucke der Jungs doch eher im Alternative meets MARYLIN MANSON- Bereich anzusiedeln. Zumindest der erste Song klingt wie ein Manson'sches Outtake. Besonders von den Vocals her. Dazu gibt es einen leicht punkigen Schuss ala GREEN DAY und fertig ist der gute, hitverdächtige Einstieg.

"Something Good" als zweite Nummer klingt eher nach Kiddie-Rock ala OFFSPRING oder BABY METAL (so zumindest der Kinderchor zu Beginn)(THE OFFSPRING als Kiddie Rock zu bezeichnen ist auch etwas kühn - der Lektor). Etwas schräg das Ganze, dennoch entwickelt der Song noch ganz gut Fahrt, was man im Fortgang der Scheibe doch leider nicht immer sagen kann. "Invincible" und "Omen" sind noch zwei ganz nette melodische Hymnen, dann folgen aber eine gute Handvoll eher durchschnittlicher Schrammel-Alternative-Nummern, die jetzt nicht großartig im Ohr bleiben. Ausbrechen aus diesen dann manchmal doch recht anstrengenden Nummern ann einzig das schwere Bluesstück "Storm Charmer". 

Die restlichen Tracks bewegen sich allesamt im Spektrum "bedingt aufregend" bis "eher nervig". Irgendwie merkt man der Platte an, dass sie nur durch Weitersenden von Soundfiles entstanden ist und die Truppe offenbar nie im Studio zusammen aktiv war. Auch die Zielgruppe erschließt sich mir nicht ganz so recht. Für FALL OUT BOY-Freunde dürfte das Ganze zu hart sein, ANTHRAX-Enthusiasten werden sich eher langweilen. 

Das tue ich mit der vorliegenden Scheibe leider auch. Die zweite Hälfte bietet wenige bis gar keine Highlights und einige Skip-Songs. Nach gut 38 Minuten ist das Ganze dann auch schon wieder vorbei und so richtig böse darüber bin ich nun nicht wirklich.

In der Flut der monatlichen Neuveröffentlichungen reißt "High Crimes" leider keine Bäume aus. Es fehlen einfach die wirklich guten Songs, so dass unter dem Strich leider nicht viel Positives übrigbleibt, große Namen hin oder her. "Durchschnittlich" trifft es dann wohl am besten und so bleiben leider nur 2.5 Punkte übrig für "High Crimes".



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: Martin Weckwerth (18.04.2019)

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