FIRMO - Rehab

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VÖ: 19.10.2018
Bandinfo: FIRMO
Genre: AOR
Label: Street Symphonies Records & Burning Minds Music Gr
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Lineup  |  Trackliste

Bei der Fülle an Neuerscheinungen im melodischen Rocksektor ist mir tatsächlich ein wahres Juwel durch die Lappen gegangen, und zwar die neue Formation des Keyboarders und begnadeten Songwriters Gianluca Firmo. „Rehab“ erhielt in Italien, Spanien und Japan durchwegs hervorragende Kritiken, daher ist es auch wichtig dieses Album auch in unseren Breiten vorzustellen. Das erste Mal in der Rockwelt getreten ist der italienische Musiker mit ROOM EXPERIENCE, die 2015 eine der besten Melodicrock Alben des Jahres 2015 herausbrachten. In den Jahrzehnten davor war Gianluca nach eigenen Angaben vor allem mit Schreiben von Songs beschäftigt, die anscheinend jetzt nach und nach erfreulicherweise das Licht der Welt erblicken. Er war auch maßgebend am Projekt „Italian Forces of Rock“ mit der unwiderstehlichen Rockhymne „We Still Rock“ beteiligt. Danach hörte man seine Songs auch mit LIONVILLE („A World Of Fools“ -2017) und RAINTIMES (2017).

Für das Projekt FIRMO wurde wieder eine hochkarätige Schar der italienischen und internationalen Szene gewonnen, dazu einige kompetente Gäste (siehe Line-Up). Nicht überraschend ist wieder ein hochwertiges, abwechslungsreiches Album in der Kategorie Melodicrock/AOR herausgekommen. Erster Trumpf ist die große Abwechslung und Vielfalt, stilistisch etwas anders als ROOM EXPERIENCE angelegt. „A Place For Judgement Day“ ist ein Auftakt nach Maß. Der melodische Rocksong zeigt das große Talent für hervorragende Refrains. „Heart Of Stone“ beginnt verhalten und bescheiden und steigert sich zu einem unglaublichen Midtempo – Ohrwurm mit Paul Laine als Hintergrundsänger. Mit „Shadows And Light“, einer emotionalen Ballade, wird das Tempo gekonnt gedrosselt. „Maybe Forever“ und „No Prisoner“ sind poppige Rocksongs oder rockige Popsongs im Stile der großen Vorbilder Firmos: BON JOVI und BRYAN ADAMS, wieder mit unwiderstehlichen Refrains. Die Ballade „Didn’t Wanna Care“ wartet mit einer  wunderschönen Akustikgitarrenbegleitung auf. Sogar geiles Bluesfeeling ist auf „Rehab“ mit dem ungewöhnlich benannten Titel „Cowboys Once, Cowboys Forever“ vertreten. Der Titeltrack ist wohl das interessanteste Stück, eine verspielte, fröhliche AOR - Perle mit dem Prädikat besonders wertvoll. Das verträumte, sanfte „Everything“ beschließt ein brillantes Album. Die nicht erwähnten Titel sind beileibe keine Filler, sondern kraftvolle AOR/Melodicsongs, sodass ich nur die Höchstkarte zücken kann. Alle Fans gepflegter, unaufgeregter Rockmusik im Stile von BON JOVI, WORK OF ART, Johnny Lima, BAD HABIT u.s.w. werden begeistert sein.

 

 



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Wolfgang Kelz (08.03.2019)

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