IRON FIRE - Beyond The Void

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VÖ: 08.03.2019
Bandinfo: Iron Fire
Genre: Power Metal
Label: Crime Records
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Lineup  |  Trackliste

Bereits mit dem letzten Werk "Among The Dead" haben sich die Mannen um IRON FIRE eher dem kernigen Heavy Metal mit einem guten Einschub Power Metal zugewandt. Bodenständiger und weitaus weniger experimentierfreudig als das spacige und episch angehauchte "Voyage Of The Damned" und kitschbefreiter als die vorherigen Power Metal Platten, die sich dem Mittelalter verschrieben hatten. Als Fan exakt dieser Platten und dem Stil war ich durchaus enttäuscht, als Martin Steene die Gangart der Band doch relativ grob veränderte. Der Wiedererkennungswert ging verloren und so wirklich viel Bandbreite konnte das Songwriting nicht aufweisen. Mitnichten war "Among The Dead" ein schlechtes Album, aber für mich was es nur eines von vielen im Gegensatz zu den Platten davor. Nichtsdestotrotz war ich bereit, dem neuen Werk "Beyond The Void" eine faire Chance einzuräumen, zumal das Artwork schlichtweg grandios ist.

Das Intro dient als kurzweiliger Stimmungsmacher, der uns in die düstere Atmosphäre zieht, die dieses Album zu offenbaren scheint. Der Titeltrack orientiert sich an dem Sound des Vorgängeralbums, was mir leider kein Lächeln ins Gesicht zaubert. Für das, was es sein will, ist es solide, aber an die sehr charakteristischen Songs der Vergangenheit reicht das Ganze für mich nicht mehr ran. Der Härtegrad wurde hochgeschraubt, das Songwriting gerade im melodischen Bereich dafür limitiert. Der simple Chorus bleibt durchaus hängen, aber in meinen Augen hat Herr Steene durch diesen Pfad, den er nun konsequent beschreitet etwas verschenkt. Selbst seine Vocals wirken limitiert, wo ich ihn eigentlich extrem stark und vielfältig erlebt habe in der Vergangenheit. Hier habe ich eher den Eindruck "Hauptsache es klingt düster und böse!". Vielleicht möchte man ernst genommen werden, während man bei dem epischen Stuff sicherlich auch mal mit dem Auge zwinkern konnte. Mir hat das tatsächlich mehr gegeben, aber das ist am Ende des Tages auch nur meine subjektive Sichtweise. "Final Warning" unterscheidet sich nur minimal vom Titeltrack und variiert im Tempo ein wenig mehr. Ansonsten fällt es mir selbst mit Wohlwollen schwer, Unterschiede zum Opener auszumachen. Spätestens bei "Bones And Gasoline" verliert mich die Platte vollends, denn der Song könnte kaum stumpfer daher kommen. Ein extrem simplifizierter Refrain lässt mich unbefriedigt zurück und gleichzeitig fällt es schwer, positiv auf den weiteren Verlauf des Albums zu blicken.

Technisch ist das alles einwandfrei und das Geschrammel wirkt gekonnt, ebenso die saubere und druckvolle Produktion, die aber eben auch den Dreck mitbringt, den dieser Sound benötigt. Nur hat man schon während des ersten Durchlaufs das Gefühl, man hätte bereits jeden Song mehrfach gehört, eben weil eine Nummer wie die andere klingt. Keine Ecken und Kanten, keinerlei Experimente und leider keine charakteristischen Merkmale, womit ich diese Band assoziiere. Nicht mal die markante Aussprache mancher Wörter (Ich sage nur "Joblivion oder Legend "jof" the magic sword) hat der gute Martin Steene beibehalten. Alles, was IRON FIRE mal war, gehört der Vergangenheit an. Manchen mag das zusagen, aber ich werde den Zug hier höchstwahrscheinlich verlassen. Ich kann hier bedenkenlos meine drei Punkte vergeben, weil es das, was es bedienen will eben solide bedient. Aber meine Erwartungshaltung gab durchaus etwas anderes her im Bezug auf IRON FIRE...



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Sonata (04.03.2019)

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