PAIN CITY - When Life Gets You

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VÖ: 14.09.2018
Bandinfo: PAIN CITY
Genre: Hard Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Es war einmal ein Mann in Oslo; der wollte so ein bisschen wie Lemmy Kilminster sein...
Introducing Stian Krogh, Gründer des Norwegischen Trios PAIN CITY, der nach fünfzehn Jahren mit THE CARBURETORS nun sein eigenes Süppchen kocht und eigentlich da weitermacht, wo er mit den Vollgas-Rockern aufgehört hat. Nur noch ein bisschen schneller und... Lemmy-iger. Mit ihrem Debut "When Life Gets You" sichern sich PAIN CITY auf jeden Fall ihren Platz auf der Hard-Punk-Rock Landkarte. Und alle Tracks auf dem Album haben eines gemeinsam: Speed! Und wie! Wer auf rasante Gitarren und knackige Double Bass steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Dazu gesellt sich nun Stian mit seiner Reibeisenstimme, die für einige sicher ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist. Er klingt halt wie ein Bär mit Kopfschmerzen; dreckig, aufmüpfig und ein bisschen schlecht gelaunt.

Der Einstieg ins Album ist schon mal gar nicht schlecht. "How Can It Be Bad" fragt der Titel sowieso. Mitreißende Hooks und nicht übermäßig fordernde Vocals laden zum Mitgrölen ein. Und hier, wie auch fast überall, regieren Gitarrensoli, bei denen die eigenen Finger schon wie von selbst auf der Air Guitar mitzucken.

"When Life Gets You" bietet auch durchaus seine kleinen Überraschungen. Das Riff von "Someone" klingt durchaus wie etwas, das aus der Feder von BLINK 182 kommen könnte, während "Angeline" und "I Want It All" eher im Sleaze Rock-Outfit daherkommen. "Dance With You" fällt mit seinen poppigen Synths eher so in die Easy-Listening-Schiene. "Forced To Rise" und "Harder Faster" lassen wiederum die Einflüsse von MOTÖRHEAD erahnen. "We're Taking Over Your Town" ist Thrash Metal pur und sorgt dafür, dass PAIN CITY die Bühne mit einem lauten "BANG!!" verlassen.

PAIN CITY sind laut und Fun. Die Tracks scheinen im Allgemeinen nicht übermäßig kompliziert, bestechen dann aber doch durch anspruchsvolle Gitarrensoli und kleine überraschende Details. Mit fünfzehn Songs scheint das Album zuerst vielleicht überlang, aber PAIN CITY bekommt durch die Tatsache, dass die Songs im Schnitt nur ca. dreieinhalb Minuten dauern, gerade noch die Kurve. Ein solides Debut.



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Betti Stewart (16.02.2019)

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