ACCEPT - Symphonic Terror - Live at Wacken 2017

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VÖ: 23.11.2018
Bandinfo: ACCEPT
Genre: Heavy Metal
Label: Nuclear Blast Records
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Lineup  |  Trackliste

Wacken, 3. August 2017
Es ist das zehnte Jahr ihrer Wiedervereinigung und die deutschen Schwermetaller sind erfolgreicher den je. Mit vier Top-Ten-Alben im Rücken, was unsagbaren Rückenwind verleihen sollte, kehren sie mit einem gesamten Symphonie-Orchester nach Wacken zurück. Es soll für die 80.000 Fans vor der Bühne und den mehreren hunderttausend Fans im Live-Stream ein unvergesslicher Abend warden. Viele Bands weigern sich, rein aus technischen Gründen, vor einem Live-Stream zu spielen. Zu hoch sind die Riskien, wenn man patzen sollte, aber nicht das deutsche Heavy-Metal-Urgestein ACCEPT! ACCEPT setzt, wie erwähnt, sogar noch einen drauf und lässt den ,,Symphonic Terror” vom Stapel. 

ACCEPT-Songs untermalt von einen Symphonie-Orchester? Eigentlich nichts neues in der Metalwelt will man meinen, auf diesen Gedanken der musikalischen Transfusion kam schon sehr viel früher die eine oder andere Band, aber halt nicht solch eine Grüße wie ACCEPT… Und dann auch noch eine Live-Geburt, von einen musikalischen Gedanken, der dieses Jahr sogar zu einer großen Tournee umgesetzt warden soll.

Der Auftackt in den unvergesslichen Abend ist jedenfalls erst einmal Pure-ACCEPT. Immerhin will man seine Pilger nicht sofort ins kalte Wasser schmeißen und was funktioniert besser als Warm-Up als ACCEPTs-Best-Live? ,,Final Journey” und ,,Restless And Wild” wurden zum Besten gegeben und auch vom aktuellen Album ,,The Rise Of Chaos” gibt es was auf die Ohren. Ein ,,Koolaid” (mein damaliger Lauschlappen-Orgasmuskfaktor (Anspieltipp)) der letzten Platte wird präsentiert, eben wie ,,Die By The Sword”, welches zugleich seine Live-Weltpremiere feiert.

Nach den ersten fünf Songs ist dann für unseren verehrten Mr. Tornillo erstmal Stimmband schonen angesagt und der Symphonic-Augenblick des Wolf Hoffmann ist gekommen. Es folgt eine halbstündige Darbietung alter Klassiker wie Beethovens ,,Scherzo”, Vivaldis ,,Double Cello Concerto in G Minor” und Mozarts ,,Symphony No.40 in G Minor”, bombastisch im Metal-Gewand aufgebaut, versteht sich. Nummern, die sich schon auf Wolf Hoffmanns Solo-Album “Headbangers Symphony” wiederfanden. Sie drosseln das Tempo, legen das Hauptaugenmerk in Richtung Symphonie, was angesichts der klassischen Natur der Songs nicht verwundern dürfte, ehe es dann mit ,,Princess Of The Dawn” die Fusion aus ACCEPT-Songs und Symhonie-Orchester einstellt. ,,Princess Of The Dawn”, ,,Stalingrad”, ,,Metal Heart”, ,,Fast As A Shark” und selbstverständlich ,,Balls To The Wall” werden im neuen, erweiterten Soundgewand dargeboten. Doch so gewohnt und doch so anders!

,,Symphonic Terror” ist schon ein ganz besonderer ACCEPT-Leckerbissen geworden. Der Rundling macht Spaß. Die Fusion aus Metal und klassichem Sound kann man gelungen umsetzen. Die Songsauswahl ist auf den Punkt gebracht, der Sound hervorragend. Keine Platte, die man unbedingt in seiner Sammlung haben muss, aber für ACCEPT-Die-Hard-Fans sicherlich ein Muss, um die hochklassigen Heavy-Metal-Granaten mal in einem anderen Gewand zu hören. Einziges Manko für mich ist der Mittelteil, der Solopart des Wolf Hoffmann, den man meines Erachtens auch hätte weglassen können und stattdessen lieber ein paar mehr ACCEPT-Songs servieren können. Dass die ersten fünf Songs Pure-ACCEPT sind, ist gar nicht mal so schlecht, um die Fans abzuholen. Im großen Ganzen eine Platte, die sehr viel Spaß macht und eine große Menge an tollen Momenten liefert.



Ohne Bewertung
Autor: inhonorus (16.02.2019)

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