THE THREE TREMORS - The Three Tremors

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VÖ: 18.01.2019
Bandinfo: THE THREE TREMORS
Genre: Power Metal
Label: Steel Cartel Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

"uuuuuuuuuuuuuuuuuuuuaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhahhhhhhhhhaaaaaaaa"

"uaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahahahahahhahahaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa aaaaaaaaaaaahaaaaaaaa"

"uaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahauuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhaaahaaaaaaaaaiiiiiiiiaaa"

Damit hätten wir das textliche Konzept und die gesangliche Ausführung des Debüts der THE THREE TREMORS auch schon durch.

Die nächste "Supergroup", die, wie immer, eine total echte, richtige, wirklich homogen gewachsene Band ist, rotiert um die drei Sänger Tim 'Ripper' Owens, Sean Peck und Harry Conklin. Hier sollte man schon den Spaten zücken, um einen Schützengraben zu ziehen. Es steht zweifelsfrei fest, dass rein technisch die gesangliche Begabung der Drei eine manifeste ist. Jeder der Dudes kann singen. Sehr laut und mit leidenschaftlichem Tremolo. Ist die Mehrzahl hier eigentlich Tremoli? (Anm. d. Lekt.: Lt. Duden sowohl Tremolos als auch Tremoli korrekt. War mir ein Vergnügen.)

Hm.

Aber, wie soll man sagen. Der Grat zwischen singen und ein wenig zuviel singen ist ein schmaler. Ich ringe hier um Euphemismen, allein mir fehlt die Kraft, drum steh ich hier und kann nicht anders: Das Geschreie von drei wirklich extremen Power Metal Sängern auf einem Album, oft auch gerne parallel und/oder simultan ist brutal. Hier wird freistehend und ohne technische Hilfe die Schallmauer durchbrochen. Die Drei in Höchstform, und damit haben wir es beinahe durchgehend auf diesem Album zu tun, brüllen mit einer Begeisterung, deren Resultat man zur rasanten Halbwertszeitverringerung von Atommüll gebrauchen könnte, zur Verschiebung von Vogelflugrouten, zum Antrieb von Personennahverkehr ohne Luftverunreinigung und zur Lösung aller Probleme, nämlich der Entfernung unseres Planeten aus der Umlaufbahn um unser Zentralgestirn. Mir fiel beinahe die Vorhaut ab. Nur durch Einsatz von Superkleber konnte ich... was? Zu persönlich? Nun gut... (Anm. d. Lekt.: Diese Bilder...)

Übertrieben? Mitnichten.

Auf einem denkbarst generischen Power Metal - Fundament kreischen, zetern, schreien und röhren die drei Platzhirsche eine belanglose Melodei nach der anderen und machen dabei fast vergessen, dass das Songmaterial musikalisch einwandfrei dargeboten wird. Die begleitenden Musikanten sind durchaus Könner auf ihren Instrumenten, allein, aus dem in dieser Art seit Jahren ohne Pause über uns hereinbrechendem Standard-Power-Metal 101-Material können auch sie nicht mehr herausholen. Alle Klischees werden bedient: Das musikalische Einhorn gerettet, der Drache geschändet, die Prinzessin getötet. Oder so ähnlich. Die "moderne" Plastikproduktion mit diesen übel getriggerten Double-Bass-Drums tut das ihre dazu, dieses Album zu einem einerseits klinisch/sterilen Massenprodukt und andererseits einem gesanglich unaushaltbarem Cuvée of Death zu machen.

Dazu gibt es noch Merchandise mit dem ihr Mutti endgültig dazu bringt, ins Heim abzuhauen. Man muss es gesehen haben um es zu glauben. Mum! Mum! Komm zurück! 

Fahrt mit 120 kmH gegen ein Tunnelportel, steckt euer Gemächt in einen Entsafter oder rammt euch Omas Stehlampe mit Anlauf in eine Körperöffnung eurer Wahl - es wird wesentlich weniger schmerzen als das Debüt der THE THREE TREMORS

Nach mehrmaligem Durchhören dieses Albums kann ich mich nicht einmal mehr beim Denken hören.

Hä?

 



Bewertung: 1.0 / 5.0
Autor: Christian Wiederwald (16.01.2019)

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