ASHES OF ARES - Well Of Souls

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VÖ: 09.11.2018
Bandinfo: ASHES OF ARES
Genre: Power Metal
Label: ROAR Rock of Angels Records
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Lineup  |  Trackliste  |  Credits

Mit Matt Barlow als Sänger waren ICED EARTH wohl so stark wie sonst nie. Mit den charakteristischen galoppierenden Riffs und Barlows variablem Gesang schaffte man es, einige Klassiker des Power Metal-Subgenres zu erschaffen. Dementsprechend groß war der Schock, als sich Barlow (zumindest temporär) aus der Metalszene zurückzog und als Polizist seinen Lebensunterhalt zu verdienen begann. Doch so ganz kann er es natürlich nicht lassen, der gute Matt. Neben seinem höchstens sehr peripher im Metal anzusiedelnden Projekt WE ARE SENTINELS ist er zusammen mit Freddie Vidales auch unter dem Banner von ASHES OF ARES tätig und veröffentlichte deren zweites Album namens “Well Of Souls“. Die gute Nachricht dabei: ASHES OF ARES sind definitiv Metal. Um die schlechte Nachricht vorwegzunehmen: Qualitativ ist leider viel Luft nach oben.

Doch was ist hier passiert? Galt Barlow nicht lange Zeit als die Stimme des US Power Metal? An der Qualität seiner Gesangsleistung gibt es nichts zu bemängeln. Nur durch seine vokalistische Glanzleistung erreicht "Well Of Souls“ zumindest mal durchschnittliches Niveau. Das Problem sind die überladenen Kompositionen, die meistens nicht auf den Punkt kommen. Dabei ist man handwerklich nicht schlecht, aber eben zu wenig fokussiert. Ausnahmen gibt es nur wenige, wenngleich das zackige, mitunter thrashige „Sun Dragon“ gefällt. Doch dann gibt es auch Balladen wie “Soul Searcher“, die mit “Melancholy“ leider nichts zu tun haben. Oder auch seltsam anmutende Experimente wie “Spirit Of Man“, bei dem auch deplatziert wirkende spoken-word-Elemente inkludiert wurden. “Unworthy“ wiederum lässt Power vermissen und plätschert vor sich hin, während andere Songs wie zum Beispiel “Transcending“ unnötig kompliziert zu sein scheinen.

Die Vorfreude ist dementsprechend gewichen und wurde von einem Stirnrunzeln abgelöst. Eine Kaufempfehlung kann man für ASHES OF ARES leider nur dann geben, wenn man unsterblich in Matt Barlows Organ verliebt ist. Für mich bleibt das ernüchternde Fazit, dass ein Songwriter wie Jon Schaffer dem Album gut getan hätte. Wenn ein Album trotz Barlow nicht überzeugen kann, dann ist die Fehlerquelle schnell erkannt.



Bewertung: 2.5 / 5.0
Autor: El Greco (23.12.2018)

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