SKYLAND ESCAPE - Dying Memories

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VÖ: 01.11.2018
Bandinfo: SKYLAND ESCAPE
Genre: Modern Rock
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

SKYLAND ESCAPE haben es sich seit ihrer ersten, selbstbetitelten EP „Skyland Escape“ im Jahre 2015 zur Aufgabe gemacht, neue Wege im Modern-Rock-Genre zu bestreiten. Wenn mit neuen Sounds experimentiert wird, kann dann noch das Adjektiv „progressive“ hinzugefügt werden. Das beschreibt in etwa auch die großartige australische Band KARNIVOOL, die wohl zu den großen Vorbildern von SKYLAND ESCAPE zählen. Hier wird spannendes Songwriting großgeschrieben und mit einer phänomenalen Gesangsleistung geglänzt, was wohl eine der schwierigsten Herausforderungen bei Bands generell darstellt.

SKYLAND ESCAPE glänzen durch eine ausgewogene Souveränität sowohl auf ihren Instrumenten als auch beim Gesang. So auch bei der neuen EP „Dying Memories“. Eröffnet wird die EP mit einem knapp über eine Minute dauernden Intro, das sich rein instrumental von sanften Klängen zu harten Riffs steigert und den Sound der Band vorstellt und Lust auf die folgenden fünf Tracks macht.

Fließend wird dann in den groovigen Song „Transceiver“ übergangen, der auf den Trademarks der Bands aufbaut: Spannender, aber doch nachvollziehbarer Songaufbau, mit Vers und eingängigem Pre-Chorus; und vor allem im Refrain wird auf Ohrwurmtauglichkeit abgezielt. Die „Spoken Word“-Einsprengsel bei der Eröffnung des Songs werden vor dem Interlude noch einmal wiederholt, bevor im Finale die Komposition schlüssig zu Ende gebracht wird.

Weiter geht es beim Titeltrack „Dying Memories“ mit epischen Gesangslinien, abwechslungsreichen Gitarrenriffs und -melodien. Der Titeltrack punktet noch dazu mit etwas komplexeren Songstrukturen und kurzen Screamparts, aber auch vermehrt ausgleichenden „entspannten“ Passagen, welche die fast sechs Minuten in keiner Sekunde anstrengend wirken lassen.

Bei dem folgenden „Low Gravity“ kommen SKYLAND ESCAPE schneller zur Sache. Ziemlich flott werden hier die Riffs abgefeuert und das Tempo deutlich angezogen. In nur vier Minuten gelingt es der Band, den Zuhörer schell zu fesseln, und auf Konzerten wird dieser Track sicherlich für Stimmung sorgen. Auch der vorletzte wieder etwas längere Song „Wounds“ vereint die Stärken der Band und der ausgesprochen druckvollen Eigenproduktion: Stark ist der Gesamtsound der Instrumente und der Vokalaufnahmen.

Phänomenal schließt die EP mit der längsten über sechs Minuten dauerenden Komposition „Seven Eleven“ ab, die mit einprägsamen Stakkato-Riffs gestartet wird. Der Übergang in den ersten Vers gelingt, wie bei allen Tracks der EP, wieder wunderbar. Danach tauchen „spacige“ Gitarrenleads auf, bevor in den Pre-Chorus eingeleitet wird und etwa bei der Hälfte des Songs weitere Elemente in den Song eingewoben werden. Zum Schluss fahren SKYLAND ESCAPE noch einmal alle Geschütze auf, die „Musikentdecker“ lieben werden.

Mit der EP „Dying Memories“ zeigen SKYLAND ESCAPE, dass es Bands gibt, die sich viele Gedanken über neue Sounds und Songstrukturen machen und dann auch noch in der Lage sind, diese konsequent und souverän umzusetzen.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Florian Rosenberger (06.11.2018)

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