BLOODBATH - The Arrow Of Satan Is Drawn

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VÖ: 26.10.2018
Bandinfo: Bloodbath
Genre: Death Metal
Label: Peaceville Records
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Lineup  |  Trackliste

„The Arrow Of Satan Is Drawn“ ist mittlerweile schon die fünfte Langrille der All-Star-Death-Metal-Kombo BLOODBATH (ja, genau richtig, BLOODBATH benannten sich einst nach dem Song „Blood Bath“ der englischen Death-Metal-Band CANCER, die, nebenbei erwähnt, auch wieder neuformiert durch die Death-Metal-Weiten poltern) und schon das zweite Album mit Old Nick (Nick Holmes; PARADISE LOST) hinterm Mikro, was schon eine ziemlich beständige Zeit im schwedischen Quartier ist, wenn man die Halbwertszeit der Band-Fronter verfolgt. Damit zieht Old Nick Langrillen-mäßig mit Mikael Akerfeldt (OPETH) gleich, der es leider nicht über zwei Langrillen und zwei EPs hinaus geschafft hat. Von Peter Tägtgren (HYPOCRISY, PAIN) mit nur einer BLOODBATH-Platte auf dem geschundenen Death-Metal-Buckel mal ganz abgesehen. 

Durchtränkte die letzte Platte „Grand Morbid Fueral“ noch ein gewisser Doom-Metal-Touch zwischen den Todesstahl-Granaten, was wiederum in Anbetracht der Hauptprojekte der einzelnen Mitglieder (KATATONIA, PARADISE LOST) nicht weiter verwundern wird, scheinen die werten Herren dieses Mal den Mut gefasst zu haben, sich ganz dem Todesstahl hinzugeben, von kleinen Ausnahmen wie dem Doom-lastigen Intro eines „Levitator“ mal abgesehen. Nummern wie „Bloodicide“ (erste Single-Auskopplung), „Wayward Samaritan“ und „Deader“ sind hervorragende Todesbleiwalzen geworden, die dies unter Beweis stellen. Härte, Groove, Hooklines, Songs, die super gut ins Ohr gehen ohne dabei zu verwässern, und diese abgefuckten Vocals von Old Nick (nicht mal bei den alten PARADISE LOST klang er so brutal!) zeugen schon zu Beginn von einer Spitzenplatte, die hier auf geneigte Death-Metal-Fetischisten wartet.

Dass BLOODBATH schon seit Gründung eng mit Deutschland verbunden sind, dürfte dem ein oder anderen Metalhead bekannt sein. Der erste Gig ihrer Bandgeschichte fand auf dem Wacken Open Air Anno 2005 statt und wurde später unter dem Titel „The Wacken Carnage“ veröffentlicht. Prinzipiell liegt Deutschland, was die seltenen Touren betrifft, immer ganz oben im Rennen. Den Opener „Fleischmann“ kann man als Tribute an die deutschen Fans verstehen. Wer sich jetzt schon nach einer Live-Darbietung die Finger geleckt hat, der sollte sich die Ende November beginnende Europa-Tour mit KREATOR, DIMMO BORGIR und HATEBREED ganz fett in den Kalender pinseln. Aber zurück zum neuen Output. Mit „March Of The Crucifiers“ und „Morbid Antichrist“ finden sich zwei gedrosselte Nummern, jeweils mit überraschend verspieltem Mittelteil, in der durchweg sehr schnell ausgelegten Tracklist. 

Mit „The Arrow Of Satan Is Drawn“ ist BLOODBATH ein wahrer Meilenstein gelungen. War mir das Vorgängeralbum „Grand Morbid Funeral“ noch streckenweise zu zäh - mir fehlte die gewisse Portion Pfeffer im alles niederschmetternden Death-Metal-Allerwertesten -, gibt es davon jetzt locker fünf Portionen drauf. Ich möchte mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber „The Arrow Of Satan Is Drawn“ ist für mich die bisher beste BLOODBATH-Platte der Bandgeschichte geworden und definitiv eine der Top-5-Death-Metal-Platten 2018!
 

Lauschlappen-Orgasmusfaktor: „Bloodicide“.



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: inhonorus (06.11.2018)

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