ANNISOKAY - Arms

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VÖ: 17.08.2018
Bandinfo: ANNISOKAY
Genre: Metalcore
Label: Arising Empire
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Lineup  |  Trackliste

ANNISOKAY sind zu einer wahren Releasemaschine mutiert und liefern uns seit 2012 nun ihr viertes Werk, das auf den simplen Titel "Arms" hört. Großartig vorstellen muss ich die Jungs glaube ich gar nicht mehr, denn in den vergangenen Jahren sind sie zu einer wahren Szenegröße herangereift - völlig zurecht! Ich schreibe immer wieder, dass das Coregenre ganz schön abgeflacht ist und gerade im Post Hardcore Sektor ein ums andere Mal derselbe Kram veröffentlicht wird; Und auch wenn ANNISOKAY ebenfalls nicht das Rad neu erfinden, so liefern sie doch seit geraumer Zeit stets fette Qualität ab!

"Arms" bildet hier, und das nehme ich gerne mal vorweg, keine Ausnahme! Eine gewohnt dicke Produktion beschallt uns schon mit Beginn des Openers "Coma Blue", der keine Kompromisse macht und mit ordentlicher Gewalt auf uns losgelassen wird. ANNISOKAY beherrschen es mittlerweile spielend, eine tiefe Atmosphäre mit Synthie-Sounds zu kreieren und uns großartige Hooks zu liefern, die sofort hängenbleiben, so auch mit dem Opener. Bei der ersten Single "Unaware" habe ich mich erst erschrocken, als die Zeilen des Refrains erklangen, denn ich erkannte eine Parallele zu einem bekannten Pop Song namens "Price Tag". Glücklicherweise sind leichte Parallelen bezüglich der Lyrics im Chorus aber auch schon alles, denn ansonsten hebt sich der Track deutlich vom Einheitsbrei ab und liefert durch Christophs aussagekräftige Cleans Gänsehautmomente. Mein Highlight zeigt sich allerdings mit "Good Stories", das nicht nur textlich eine gewisse Tiefe erreicht, sondern mich auch musikalisch vollends in den Sessel drückt und nicht loslässt. Eine wirklich tolle Intensität die hier geboten wird, mit den Cleans, die von ruhigeren, aber doch sehr bestimmten Screams umspielt werden. Der Chorus tut sein Übriges dazu und offenbart uns vielleicht den stärksten Moment in der noch jungen Diskografie der aus Deutschland stammenden Kombo! Es sind einfach Melodien wie bei "Escalators", die stets unter die Haut gehen und wissen, was ich hören will. Als würde ich für die komplette Spielzeit an die Hand genommen und nicht mehr losgelassen. Das Zusammenspiel zwischen Dave (der wirklich stark abliefert) und Christoph funktioniert perfekt und allgemein sind die Jungs ja ohne Besetzungswechsel ausgekommen, was man an der erworbenen Reife deutlich merkt!

Ich kann nur meinen Hut vor ANNISOKAY ziehen, denn nachdem sie mich mit ihrem Debüt seinerzeit nicht wirklich abholen konnten, fühle ich mich nunmehr seit drei Alben bestens unterhalten! Sie haben ihre Rezeptur gefunden und diese funktioniert! Dennoch möchte ich behaupten, dass die Hitdichte noch nie so hoch war wie auf "Arms", denn wenn du denkst, es hat sich ein Wurm in dein Ohr gefressen, kommt sogleich der nächste um die Ecke!

 



Bewertung: 4.5 / 5.0
Autor: Sonata (15.08.2018)

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