EVENT RELENTLESS - Event Relentless (EP)

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VÖ: 12.07.2018
Bandinfo: EVENT RELENTLESS
Genre: Melodic Death Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Neues Futter aus Finnland auf dem Sektionstisch! EVENT RELENTLESS haben es noch immer nicht bis zu einem Debütalbum geschafft, bieten aber ihre inzwischen dritte EP auf, die schlicht und ergreifend „Event Relentless“ betitelt wurde.

Der Opener „Nameless“ bewegt sich wieder einmal in einem musikalischen Eck, in dem man vermehrt in die moderne Ausprägung des melodischen Todesbleis schielt. Sattes Riffing im Mittelteil, nachdem das Tempo partiell etwas angezogen wird und auch ein epischer Keyboard-Unterton herauskommt – grundsolide Kost im Genre-Fahrwasser, bei der man nicht meckern kann. „Nordic Mindset“ offenbart da schon ein paar mehr Brecher-Qualitäten, wenn der Cleangesang nicht regelmäßig etwas in Schräglage geraten würde, denn speziell das inzwischen deutlich in den modernen Bereich überhängende Gekeife würde im Verein mit zwar nicht spektakulärem, aber doch gewaltig Laune machenden Riffing gute Figur machen. Auch im stark an TRIVIUM erinnernden „Shadows“ zieht man das Tempo noch einmal an, bleibt aber trotz ansprechender musikalischer Sättigung erneut gesanglich ein wenig im Hintertreffen.

Für ein in Scheiben fallendes Gesicht beim Rezensenten sorgt dann allerdings Song Nummer Vier, „Hey Girl“. Ein weinerlicher Titel mit schiefem Cleangesang, der irgendwo im seichten alternativ-rockenden Universum herumdümpelt, glatt und jeglicher Ecken und Kanten beraubt und das vorhergehende durchaus brauchbare Material auf brutalste Weise ad Absurdum führt. Wenn das der Versuch einer Ballade war, dann sollte die Akustikgitarre bitte in Zukunft im Schrank verbleiben.

Unterm Strich bietet die selbstbetitelte EP ein neuerliches, durchaus gelungenes Lebenszeichen der Finnen, das, wie von Nordmännern generell gewohnt, mit sauberer Produktion punkten kann. Musikalisch gibt es bis auf den nach wie vor fehlenden Wiedererkennungswert und der klassischen Tretmine der extrem-metallischen Strömungen, dem Cleangesang, kaum Beanstandungen. Einzig was sich die Finnen mit dem Rausschmeißer „Hey Girl“ gedacht haben, bleibt wohl ewig ein Geheimnis, das der Rezensent auch nicht unbedingt gelüftet haben möchte.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Anthalerero (07.07.2018)

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