DEATHSTORM - Reaping What Is Left

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VÖ: 25.05.2018
Bandinfo: DEATHSTORM
Genre: Death / Thrash Metal
Label: High Roller Records
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Lineup  |  Trackliste

An der steirischen Metal-Front steht DEATHSTORM ganz vorne. Die Stainzer-Thrasher haben unter dem Label High Roller Records ein Artefakt aus den 80ern geschaffen. Aggressivität und Rohheit sind wichtige Elemente ihrer neuen Platte „Reaping What is Left“.  Das interessante bei den Aufnahmen ist die Herangehensweise. Für die Drums hat sich DEATHSTORM für eine analoge Aufnahme entschieden, wohingegen alle anderen Instrumente digital aufgenommen worden sind.  Das sind genug Gründe um meinen Ohren dieser Brutalität auszusetzen.

Man wird mit einem unheimlichen Orgelspiel in Stimmung gebracht. „The Reaping“ gleicht einer Hommage an Splatter-Filmen des 20. Jahrhunderts. Abgelöst wird das Intro durch einen Gitarrensturm, gefolgt von Blast-Beats der Drums.  Der Tod erscheint aus dem bedrohlichen Nebel. Liebevoll wird er „Agent of Dismay“ genannt. Keine unruhige Minute vergeht und die Instrumente behalten das Tempo bei.

Ferdinand Reinbacher (Guitar) und Markus Steindl (Guitar) malträtieren ihre Instrumente mit hauptsächlich mit 16tel Noten die durch kurze Gitarrensolos unterbrochen werden. Diese disharmonischen Highspeedsolos ähneln dem Sound der Alben „Reign In Blood“ (1986) oder „South of Heaven (1988) von SLAYER. Der Einfluss der Thrash Metal-Giganten macht sich im Song „Predatory Kill“ am besten bemerkbar. DEATHSTORM wissen auch wie man die Aggressivität in langsameren Dimensionen beibehalten kann. In „G.R.I.“ ist eine tödliche Maschine die bei langsamen Tempo die Menschen in Stücke zerreißt.

Marco Stebich (Bass/Vocals) plärrt wie ein Wahnsinniger die Verse heraus. Die Stimmbänder bluten und die Zuhörer sind begeistert. Nicht in Growls, sondern nur in qualvoll schrillen Schreien explodiert jedes Wort aus der Kehle des Sängers. Für die heutige Zeit eine altmodische Art, trotzdem immer wieder ein willkommener Gesangstil der sich ironischerweise von den heutigen Bands unterscheidet.

Das Beste kommt zum Schluss. Wie in der Einleitung erwähnt, sind die Drums analog aufgenommen. Dadurch heimst sich DEATHSTORM bei den Fans der Old School-Szene. Keine getriggerte Double Bass oder digital generierte Drum-Elemente. Manuel Röxeis (Drums) bedient sich nicht vieler verschiedener Spielarten an den Drums. Nach der Devise „Old but Gold“ spielt der Schlagzeuger klassische Thrash Metal-Beats die er aber mit solch einer Energie und Präzision spielt, dass den Metaller in einen ekstatischen Headbangzustand prügelt.

Summa summarum ist der Neuzuwachs des Labels High Roller Records eine wahre Bereicherung. DEATHSTORM ist durch und durch eine Undergroundband die gut aufgehoben sind und mit der Platte „Reaping What Is Left“ beweisen sie, dass auch Österreich im Underground mithalten kann. Eine Melange aus roher Gitarrenriffs, wahnsinnigen Gekrächze und wütenden Trommeln beschreibt den Sound der Band ziemlich gut. Ich bin sehr gespannt was wir noch von den Steirern erwarten werden.



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Julian Dürnberger (10.07.2018)

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