MATTERHORN - Crimes of Men

Artikel-Bild
VÖ: 06.04.2018
Bandinfo: MATTERHORN
Genre: Hard Rock
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Amazon
Lineup  |  Trackliste

Optisch eine Kombination aus DORO – zumindest was Sängerin Amanda Ozolins betrifft – und Wikinger – was die Herren betrifft. Akustisch sowohl nach deutschem (DORO, ACCEPT etc.) als auch britischem Metal (JUDAS PRIEST & CO) klingend. Dazu das schweizer Matterhorn im Bandnamen. Jetzt ratet mal, woher die Band kommt – aus Australien! Also ein wenig verwirrend das Ganze, aber recht bodenständig.

Ganz nach dem Motto „Back to the roots“ sind alle Songs der Australier klassischer Metal, wie er schon seit Jahrzehnten üblich ist. Es gibt keine Schmusesongs, keine Weichspüler, kein Abgleiten in andere Genres. Da kann man nicht viel falsch machen, außer, dass man vielleicht zu altbacken bleibt.

Man hört bei "Crimes Of Men" auch raus, dass MATTERHORN mal eine Coverband für Klassiker wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, DIO oder OZZY waren bzw. sind. Sehr oft lassen sich Parallelen ziehen.

Es dominieren knackige, abgehackte Riffs in Kombination mit hartem Bass und dazu Amandas Raubein-Rock-Stimme, die fast schon männlich klingt. Sehr oft reduziert die Band ihre Songs auf das absolut Wesentliche, auf Musik ohne Schnick-Schnack und ohne Zugeständnisse an das neue Jahrtausend. Die Soli sind auch entsprechend, da gibt es kein Experimentieren, keinen Firlefanz wie Progressiv oder Modern Metal Versuche und ähnliches.

Leider wirken die Songs im Ende dann genau deswegen recht gleichförmig. Man hört oft keinen Unterschied zwischen den einzelnen Stücken, weil Amandas Stimme zu sehr dominiert und immer ähnlich klingt. Da hilft es auch nicht viel, wenn sich die Jungs an den Instrumenten bemühen. Zusätzlich gibt es diverse Passagen, die man schon oft gehört hat, also Riffs, Melodien, Rhythmen. Beispiel hierfür das trotzdem (oder genau deswegen?) recht gut klingende „Crimes Of The Guilty“, das ich auch als Anspieltipp empfehlen möchte.



Bewertung: 3.0 / 5.0
Autor: Lady Cat (16.05.2018)

WERBUNG: Hard
WERBUNG: AMORPHIS - Queen Of Time