BILLY BOY IN POISON - Invoker

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VÖ: 10.11.2017
Bandinfo: BILLY BOY IN POISON
Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Wie sich die Zeiten ändern: 2013 machten BILLY BOY IN POISON auf „Watchers“ noch vercoreten Death Metal, ganze vier Jahre später sind die Jungs anscheinend erwachsen geworden und bringen auf „Invoker“ eine gelungene Mischung aus Death und Black Metal. Nur den Bandnamen, den haben sie leider behalten, aber vielleicht stehen die Dänen ja drauf, eine Kondom-Marke im Bandnamen zu haben oder finden den Eurodance-Klassiker „Willy Use A Billy Boy“ lustig.


Die Musik auf „Invoker“ ist jedenfalls nicht lustig: höchstens schwermütig, düster und kalt. Die Palette reicht von eher unoriginellem melodischen Death / Black Metal bis hin zu progressiven Elementen. Im besten Fall klingen BBIP (die Abkürzung macht den Namen aber auch nicht besser) nach GOJIRA, wenn sie bei „Iron Grip“ oder „Black Gold“ hypnotisch-düster daherkommen, oder nach AKERCOCKE, bei den progressiveren Tracks wie „A Walk On Broken Bones“ oder „Mara“.


Was „Invoker“ etwas eintönig macht, ist das fast durchgängige Mid-Tempo, was nur bei „A Walk On Broken Bones“ mal durchbrochen wird. Aber dafür dann richtig: Aggression und Härte nehmen den Platz von Düsternis und Melancholie ein, und der Groove hat richtig dicke Eier. Und so richtig negatives kann man über „Invoker“ auch nicht sagen, der Sound ist gut, die Songs durchwegs gut, die Vocals sind sogar überdurchschnittlich (mit genug Bösartigkeit, aber immer gut verständlich), aber so die großen Hits haben die Dänen auch nicht im Gepäck.


So fühlt sich „Invokers“ ein bisschen wie die weihnachtlichen Vanillekipferl an: ein schlechtes habe ich noch nie gegessen, aber so richtig das Geschmackserlebnis sind sie auch nicht.

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Luka (07.12.2017)

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