AIRBOURNE - Diamond Cuts

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VÖ: 29.09.2017
Bandinfo: AIRBOURNE
Genre: Hard Rock
Label: Warner Music
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Lineup  |  Trackliste

AIRBOURNE, das ist Schweiß, das ist Dreck, das ist schlicht und einfach saugeiler Rock’n’Roll. Dieser Tage erscheint  ein neues fünfteiliges Boxset  im Pappschuber, das die ersten drei Studioalben, eine Raritäten CD  "Diamond Cuts - The B Sides", auf der auch zwei neue Songs vertreten sind, enthält. Abgerundet wird das außergewöhnliche Package mit einer lässigen Doku DVD über die Band.

Über die Studioalben braucht man nicht viel zu sagen, denn mittlerweile gehören die Australier zu den wichtigen Bands in der Szene. Ich werde diesmal auch keine neuen Reviews über diese Meilensteine im Hardrock Bereich verfassen, die Reviews von meinem Kollegen befinden sich ja bereits auf Stormbringer. Er verfasste beim Erscheinen der CDs absolut phantastische Reviews, die eigentlich alles aussagen, was diese Band so großartig macht. Obwohl seit dem Debutalbum schon wieder über zehn Jahre vergangen sind, haben Songs wie "Running Wild", "Too Much, Too Young, Too Fast" oder "Stand Up for Rock N Roll" nichts von ihrer Faszination und Durchschlagskraft verloren. Aber lest selbst und schwelgt in Reminiszenzen:

"AIRBOURNE ist aber auch das musikalische Kind der O’Keeffe Brothers aus Melbourne, Australien. Und genau dort kann man einfach nichts anderes bringen als Dirty Rock’n’Roll, ganz in Anlehnung an die übermächtigen Landsmänner AC/DC und Rose Tattoo. Das würzt man noch mit einer minimalen Affinität zu Lemmy & Co. fertig ist der Bastard. Joel O’Keefe überragt zudem mit seinem Drecksorgan, nicht ganz die Kratzbürste wie ein Brian Johnson, aber doch herrlich schmutzig und zu einem gewissen Grad auch versaut!  "Runnin’ Wild“ enthält keine Fillers. Das beginnt beim mit Mini Intro versehenen Opener „Stand Up For Rock 'N' Roll“, katapultiert sich über den Titeltrack, welcher wohl der beste AC/DC Song seit langem ist, über die ROSE TATTOO Hommage „Cheap Wine & Cheaper Women“ bis zum abschließenden Arschtritt „Let’s Ride“. An diesem Album stimmt nahezu alles, Party Kompatibilität 110%, „Too Much, Too Young, Too Fast“ stampft sich durch nicht ganz vier Minuten – und ebenso vielen Bieren – den Weg in Mark und Bein wie das herrliche Hau Drauf Stück „Fat City“. Die da „unten drunter“ wissen definitiv wie man rockt, und zwar gewaltig rockt." 

Die Fußstapfen von „Runnin‘ Wild“ sind irrsinnig groß – das ist den Rockern nur allzu bewusst. Mit dem fetzigen „Born To Kill“ legen die Aussies amtlich los und zeigen eines bereits ganz deutlich: der Sound des Debütalbums wurde nur minimal verändert, Die Herren riffen sich auf  dem zweiten Album  „No Guts. No Glory.“ in bester Angus Young Manier durch die Pampa. Erstes Highlight ist die bereits online gestellte Singleauskoppelung „No Way But The Hard Way“ Jene, die sich in irgendeiner Art und Weise Rocker schimpfen, werden bei Nichtanschaffung dieses Silberlings ohnehin keine Sekunde überleben.

War das erste Album „Running Wild“  noch der perfekte Einstand in die Welt des bierertränkten Pub-Rock, spielte sich das Quartett mit dem Zweitling „ No Guts , No Glory“  auch in kommerziell hohe Sphären. Die knackigen Rockhymnen vermischt mit den zentnerschweren Marshall-Wänden und dem lebensgefährlichen Gekraxel von Frontmann Joel O’Keeffe sind einfach die explosivsten und erfolgreichsten Mixturen, die rhythmischer Hard Rock heute zu bieten hat. Das beweisen die langhaarigen Biertrinker auch auf ihrem dritten Studiorundling „Black Dog Barking“, der sich bereits nach dem ersten Durchlauf unwiderstehlich fest in den Wadln der Hörer festbeißt und mit Garantie wieder jede vernünftige Sommerparty beschallen wird. Den Opener „Ready To Rock“ zu benennen bedeutet schon mal, dass die Hausaufgaben gemacht wurden, aber der gewohnt-flotte AC/DC-Beat mit den hynmenhaften Mitsingchören lässt wirklich niemanden ruhig am Sessel sitzen, der auch nur ein bisschen Gefühl für Musik, Party und Alltagsloslösung hat. Vor allem der abschließende Titelsong nimmt noch einmal ordentlich Fahrt auf und weist in die für AIRBOURNE einzig mögliche Richtung – steil nach oben. Auch wenn das dritte Album nicht mehr ganz so zwingend ist wie die Vorgänger, geileren 70s-Aussie-Rock hört ich auch weiterhin nirgends.

Die Raritäten CD enthält B-Seiten, welche eindrucksvoll die Karriere der Australier wiederspiegeln und in der gewohnten Qualität sind, ebenso die beiden neuen unveröffentlchten Songs. Damit können wir uns auf weitere Großtaten von AIRBOURNE freuen!

Ein fettes Package und für den Fan sicherlich essentiell. Natürlich wird der Die Hard Freak die ersten drei Alben im Regal stehen haben, aber die Bonus CD und die DVD lohnen sich wirklich und wer das Ganze lieber als Vinyl haben möchte, für den erscheint auch ein lässiges LP-Boxset. Echt fett.

 



Ohne Bewertung
Autor: manfred (11.10.2017)

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