NIGHT DEMON - Darkness Remains

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VÖ: 21.04.2017
Bandinfo: NIGHT DEMON
Genre: Heavy Metal
Label: SPV / Steamhammer
Lineup  |  Trackliste

Der Erstling „Curse Of The Damned“ (2015) stieß bei der Fangemeinde auf mehr als offene Ohren und zu Recht wurden und werden die Herren aus dem kalifornischen Ventura als eine der neuen Metal-Heilsbringer gelobt. NIGHT DEMON haben ihr Metal-Heart am rechten Fleck und ließen ihre Klasse bereits auf der Debut-EP aufblitzen. Untermauert von überzeugenden Vorstellungen in den heiligen kontinentaleuropäischem Hallen des Metal und Festivalbühnen setzen die Amerikaner ihren Kreuzzug zur Kultivierung des klassischen Heavy Metal in Kürze weiter fort, etwa wenn das sympathische Trio seine Rückkehr auf die Bühne des heurigen Keep It True-Festivals feiert. Groß war jedenfalls die Erwartungshaltung der Fangemeinde hinsichtlich des neuen Studiomaterials, doch es darf Entwarnung gegeben werden, auch Dreher Nr. 2 wartet mit einer Latte an authentisch tönenden, hingebungsvoll komponierten und mit viel Dynamik und Herzblut eingespielten Metal-Nummern auf.

Die neuen „Full Speed Ahead“, „Livin' Dangerous“, „Run For Your Life“, „Killer“ oder „Save Me Now“ heißen nunmehr „Life On The Run“ „Dawn Rider“ oder „Black Widow“. Den Odem der NWoBHM atmend und doch keineswegs zu altbacken oder angestaubt tönend, brennen Jarvis Leatherby und Mannen (neu mit an Bord Gitarrist Armand John Anthony) gleich mit dem famosen Einstiegstriple ein Metal-Fest ab. "Welcome To The Night"…so beginnen große Metalsongs/alben, „Hallowed Ground“ fetzt auf dem Fuße, beide schlagen in die Kerbe der Band-Kracher „Screams In The Night“, „Curse Of The Damned“ oder „Heavy Metal Heat“, während das „Maiden Hell“-Wortspiel folgerichtig mit einer Abhandlung von Maiden-Songtiteln aufwartet. Das Herz erfüllt von der metallischen Schöpfungskraft der Achtziger und beseelt von den Harmonien und der Zelebration des Vermächtnis der NWoBHM, kreieren Jarvis und Konsorten packende Hymnen, die sich in Ohr und Herz des Metalfans einnisten und den Spirit jener Tage hochkochen lassen.

„Stranger In A Room“ arbeitet wegen verminderter Geschwindigkeit ebenso wie das Instrumental „Flight Of The Manticore“ mehr denn je Melodien und Harmonien in den Vordergrund und setzt dabei Akzente. Der Einstieg bei „On Your Own“  lässt an frühe MÖTLEY CRÜE erinnern und das ruhige „Darkness Remains“ entlässt den Hörer mit symphonischen Klängen aus dem Zweitling. Freunde und Liebhaber des Dreiers knien nach dem Genuß dieses Albums ohnehin schon im Staub und huldigen den Vintage Metal-Könnern, allen anderen Metalheads, die ihre Geschichtslektionen gelernt haben oder gerade im Begriff sind, die Metal-Wurzeln zu ergründen, bieten die Kalifornier eine weitere Möglichkeit, traditionelle Metalklänge in zeitgemäßer Umsetzung (wie auch die Band selbst) kennen, vielleicht auch lieben zu lernen.

 

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Thomas Patsch (19.04.2017)

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