FLIPTOP BOX - Catch22

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VÖ: 24.10.2016
Bandinfo: FLIPTOP BOX
Genre: Progressive Rock
Label: Eigenproduktion
Hören & Kaufen: Webshop
Lineup  |  Trackliste  |  Credits

In der Flut neuer Veröffentlichungen geht häufig unter, was nicht sofort zündet. Die seit 2003 bestehende Formation aus Griechenland hat ihr im Oktober 2016 geborenes, zweites Full-Length-Album „Catch22“ weitestgehend ignoriert von der internationalen Musiklandschaft in die Welt entlassen. Und das hat natürlich Gründe: die Musik von FLIPTOP BOX ist eine zu Schallwellen gewordene Definition von „out of the box“ und damit gleichermaßen schwierig einzuordnen wie außergewöhnlich – derart außerhalb jeglicher Gewöhnlichkeit, dass man mehrere Anläufe benötigt, um die Qualität erkennen und diese Andersartigkeit (ein-)schätzen zu können.

"Catch22" konnte mich beim ersten Durchlauf ebenfalls nicht übermäßig begeistern. Trotzdem hat sich das Biest in einem unvorsichtigen Moment festgebissen und seitdem auch nicht mehr losgelassen, sondern zum wiederholten Konsum gezwungen. Und der hatte Folgen. Diese mit holprigen Taktwechseln unterlegte Mischung aus Grunge, Hard-Rock, Punk und Progressive, fängt einen, passend zum Titel des Albums, tatsächlich irgendwann ein – und dann hat man den Salat. Man wird sich erinnern, freiwillig oder nicht. Für den starken Wiedererkennungswert ist unter anderem John P.s kehlige Glenn Danzig-Performance mit leicht griechischem Akzent in der Aussprache und abenteuerlichen orientalischen Schlenkern in der Stimme verantwortlich.

Den Abenteurern unter den Liebhabern von DANZIG, ALICE IN CHAINS, VOLBEAT oder THERAPY? kann deshalb völlig bedenkenlos ein Ausflug in die FLIPTOP BOX empfohlen werden – und mit „bedenkenlos“ meine ich, dass ich aufgrund der musikalisch bedingten Unzurechnungsfähigkeit, auf keinen Fall für schlimmen Ohrwurmbefall zur Verantwortung gezogen werden kann.

Fazit
Ein bisschen schräg aber auch ein bisschen genial. Unbedingt den ersten Song "Blast" bis zum Finale durchleben, noch drei Wochen später diese Zeilen im Kopf behalten und keine Ahnung haben warum:

"...introducing my soul to snakes – days and nights I'm falling – feed the demon in me..."



Ohne Bewertung
Autor: Daria Paul (26.02.2017)

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