Far Beyond - A frozen flame of ice

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VÖ: 01.09.2016
Bandinfo: Far Beyond
Genre: Symphonic Black Metal
Label: Aeterna Records
Lineup  |  Trackliste

Melodische Linien, düstere Stimmung und dennoch schön geschliffener Sound. Dazwischen Death-Vocals und wieder abgewechselt mit epischen Parts. Die Vielschichtigkeit von FAR BEYOND´s „A Frozen Flame of Ice“ ist so herausragend, dass man als Hörer das Album mit einem Durchgang kaum durchsteigen kann. Dafür fügt sich alles stimmig und stimmungsvoll in ein großes Ganzes zusammen. 

FAR BEYOND ist das Projekt von Eugen Dodenhoeft. Über Jahre und einige Releases hinweg spann er seine Ideen weiter und nun kommt mit „A Frozen Flame of Ice“ ein Werk hervor, das nahe an Perfektion schrammt. Nach nur kurzer Einstiegszeit breitet sich sofort ein melodischer, düster-melancholischer Deckmantel aus, der sich durch das gesamte Album zieht. Viele chorale, episch angehauchte Gesangsparts erinnern an Viking Metal-Anleihen, derer man hier soundtechnisch gar nicht so weit entfernt scheint. Man würde dem Album allerdings unrecht tun, würde man dieses auf eine simple Genre-Bezeichnung reduzieren. Nicht von der Hand zu weisen sind schnelle, virtuose Melodic Metal-Passagen, begleitet von Death-lastigen Vocals, wie auch düstere, fast schon atmosphärisch angehauchte Soundwolken. Der Abwechslung sind hier kaum Grenzen gesetzt, obwohl sich alles harmonisch in ein Ganzes verbindet, ohne überfordernd, gestückelt oder künstlich zu wirken. Da war ein Meister am Werk.
 
Die Songs, von denen keiner wirklich „normale“ Länge aufweist, was bei dem erzählenden Stil der Kompositionen gar nicht möglich wäre, lassen sich nicht klar abtrennen und fließen durch die Vielschichtigkeit und Wechsel in Tempo und Stimmungsbild ineinander über. Dennoch werden diese von den beiden „Evernight“-Teilen umschlossen und bilden am Ende eine Rückkehr zum Anfang, schließen den Kreis, während sich dazwischen von verträumt-melancholisch über melodiös-virtuos bis kraftvoll-episch die komplette Bandbreite abspielt. 

FAR BEYOND überrascht und begeistert auf ganzer Linie! Da macht man sich doch gern auf die Suche nach der „Frozen Flame of Ice“. Man wird ein paar Stündchen brauchen, um das Geheimnis zu ergründen, doch dies macht den Reiz des Albums aus. Man kann vollkommen in dessen Sound eintauchen, sich treiben lassen oder genauer hinhören. Egal wie, der Hörer wird auf jeden Fall auf eine Kosten kommen! 

 



Bewertung: 5.0 / 5.0
Autor: Lisi Ruetz (07.12.2016)

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