SAVAGE BLOOD - Savage Blood

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VÖ: 00.00.2016
Bandinfo: SAVAGE BLOOD
Genre: Heavy Metal
Label: Eigenproduktion
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Lineup  |  Trackliste

Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit, in einem unbekannten Land (the 90s, Germany), da fräste sich eine Power/Thrash Kapelle namens ENOLA GAY durch die Gehörgänge Europas und supportete Bands wie STRATOVARIUS, ICED EARTH und SAXON, wenn sie nicht gerade selbst die Headliner waren. Im Jahr 2001 haben ENOLA GAY dann nach ihrem letzten Album („Strange Encounter“/Century Media Records) das Buch zugeklappt und sich anderen musikalischen Projekten gewidmet.

15 Jahre später haben sich jetzt drei dieser Menschen, mit frischem Input an Gitarre und Bass, wieder zu einer kampffähigen Truppe zusammengefunden und starten als SAVAGE BLOOD noch einmal neu. Glücklicherweise klingt das Ganze aber keineswegs nach Rentnerparty, sondern wie eine fette Heavy Metal-Explosion, die nur drauf gewartet hat alles rauszuschleudern, was seit langem unter der Oberfläche vor sich hin gebrodelt hat.

Zwar ist der Sound, was die Durchschlagskraft des Gesanges und den rhythmischen Drive angeht, ähnlich geblieben, doch hat er sich mit SAVAGE BLOOD in eine deutlich eingängigere und melodischere Richtung entwickelt. Besonders die zweistimmigen Parts fügen den ohnehin schon starken Vocals eine interessante Note hinzu. Mit „The Fight“ startet der erste Track dann auch gleich mit feinstem Thrash-Geballer und einem bis zum Boden durchgetretenen Gaspedal. Das nachfolgende „Kingborn“ geht dann mit seiner bluesigen Southern-Note wieder in eine ganz andere Richtung, bevor es mit "Killing The Disease" eher gediegen wird. Das vielschichtige Songwriting hält trotz der kleinen Songauswahl einige Überraschungen bereit. So wird aus dem schmissigen „Soul Saviour“ eine fürchterlich ohrwurmige Power-Hymne, die spätestens beim zweiten Durchlauf zwangsläufig mitgesungen werden muss, auch wenn man sich wehrt und viel zu böse dafür ist („...don’t be overcome by evil!“). Das krachende Finale wird schließlich vom stark hitverdächtigen „Dead Water“ gebildet. Insgesamt haben SAVAGE BLOOD einen äußerst vielversprechenden (Neu-)Start hingelegt, weshalb zu hoffen bleibt dass dort, wo sie die Energie für diese 5-Track-EP her haben, noch sehr viel mehr zu finden ist.

Peter und Markus von SAVAGE BLOOD stellen die Band und die Story dahinter im Interview vor.

 



Ohne Bewertung
Autor: Daria Paul (06.09.2016)

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