Kuolemanlaakso - M. Laakso – Vol. 1: The Gothic Tapes

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VÖ: 26.08.2016
Bandinfo: Kuolemanlaakso
Genre: Gothic Metal
Label: Svart Records
Lineup  |  Trackliste

KUOLEMANLAAKSO haben einst als Ein-Mann-Projekt gestartet, bevor daraus eine vollständige Liveband wurde. Kreativkopf M. LAAKSO beschreitet nun, anlässlich anderweitiger Verpflichtungen des Sängers Kotamäki, mit „M. Laakso - Vol. 1: The Gothic Tapes“ seine eigenen Wege und übernimmt, neben Gitarren und Keys, diesmal auch das Ruder am Gesang. Allerdings unterstützt ihn weiterhin das gesamte Lineup, inklusive Mikko Kotamäki sowie zusätzlich noch eine Handvoll Gastmusiker. Mit der Veröffentlichung am 26.08.2016 macht sich Laakso sein ganz eigenes Geschenk zu 40. Geburtstag.

Dem Albumtitel entsprechend, geht das Album, angefangen bei Rhythmik und keyboardlastigem Sound bis zum diesmal englischsprachigen Gesang, in Richtung Gothic-Rock/Metal. Der Opener „Children Of The Night“ schlägt dann auch gleich mit sehr eingängigem Refrain voll in diese Kerbe. Vom Doom- und Deathsound der bisherigen KUOLEMANLAAKSO ist nur noch eine ferne Idee im Hintergrund wahrnehmbar.

 „Where The River Runs Red“ erinnert gesanglich ein wenig an Legende Peter Steele - ohne rollendes „R“. Über alle Songs hinweg schreitet der Sound mal straight und stampfend, mal nachdenklich voran, einige Anleihen zu Klassikern wie SISTERS OF MERCY oder PARADISE LOST lassen sich erahnen. Songs wie „The Worlds Intolerable Pain“ und „She Guides Me In My Dreams“ gibt die ausdrucksstarke Stimme von Helena Haaparanta (CRIMFALL) einen interessanten Einfluss. Das von ruhigen Gitarren begleitete „Deeper Into The Unknown“ wird sogar nur durch weibliche Vocals getragen. „She Guides Me In My Dreams“ überrascht mit einer orientalisch anmutenden Melodieführung die man in diesem Umfeld nicht unbedingt erwarten würde, fügt sich aber dennoch stimmig ins Album ein.

Gegen dieses gelungene und abwechslungsreiche Album gibt es fast gar nichts zu sagen, solange man Gefallen an diesem Stil findet. Deshalb ist zu hoffen, dass M. LAAKSO das abschließende „My Last Words“ nicht ganz ernst meint. Wirklich bedauernswert ist allerdings der Wechsel zu englischsprachigen Lyrics, macht doch gerade das Finnische viel des besonderen Charmes von KUOLEMANLAAKSO aus. (Anm. d. Lekt.: Kyllä.) Sicherlich unterstreicht dies aber auch die Eigenständigkeit, die M. LAAKSO hier bei der Umsetzung seiner Ideen an den Tag gelegt hat und soll die Leistung daher keinesfalls schmälern. Es ist eben kein Album von KUOLEMANLAAKSO und muss deshalb auch als eigenständiges Werk betrachtet werden.

 



Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Daria Paul (23.08.2016)

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