EDWARD HELSING - All The Way Diabolic

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VÖ: 01.07.2016
Bandinfo: EDWARD HELSING
Genre: Gothic Metal
Label: Absinthe Entertainment
Lineup  |  Trackliste

Was macht ein blasser Edward mit den Scherenhänden im finnischen Sommer, wenn die tiefschwarze Seele so ganz und gar nicht zur Mitternachtssonne passen will? Er steigt hinab in den Keller, entzündet das Teelicht einer Laterne und schaut geheimnisvoll aus Kajal-umrandeten Augen ins Leere. Dorthin, wo eben noch ein Ville Valo-Poster neben einer Langspielplatte von MY DYING BRIDE hing, bevor beides im flackernden Kerzenschein zu Staub zerfallen ist wie ein weinender Vampir. Dann beginnt EDWARD HELSING zu singen und übertreibt es etwas mit der leidenden Coolness.

„Scarlet Fate“ könnte eigentlich ein ganz passabler Gothic-Rock Song sein. Der Gesang von EDWARD HELSING klingt über weite Strecken allerdings so, als würde sich jemand nach dem Genuss einer Flasche blutroten Weines mit aufgesetzten Kopfhörern seinen Liebeskummer von der geschundenen Seele singen. Lediglich die vereinzelt eingestreuten dämonischen Schreie sind ganz gelungen und sollten zukünftig deutlich mehr Platz einnehmen.

Im etwas schnelleren „Tenebrae Baby“ oder dem Namensgeber „All The Way Diabolic“ bietet sich erneut das gleiche Bild. Düster geknurrte Vocals sind die kleinen akustischen Rettungsinseln in einem, vor diesem variationsarmen musikalischen Hintergrund als Störfaktor empfundenen, Leiergesang. Dazu kommt, dass die Eigenproduktion nicht gerade hochwertig erscheint und nicht jeder Übergang reibungslos geklappt hat. Wer davon nicht aggressiv wird, dem ist Respekt zu zollen und vorsichtshalber ein Knoblauchkranz umzuhängen.



Ohne Bewertung
Autor: Daria Paul (28.07.2016)

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