Ereb Altor - Blot · Ilt · Taut

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VÖ: 11.03.2016
Bandinfo: EREB ALTOR
Genre: Viking Metal
Label: Cyclone Empire
Lineup  |  Trackliste

Nun ist es also doch geschehen: EREB ALTOR haben das Album aufgenommen, das von vielen ihrer Fans (u.A. auch von mir) über all die Jahre seit der Gründung vehement gewünscht wurde. Auf "Blot · Ilt · Taut" wurde das gute Stück getauft, das sieben Cover-Interpretationen diverser BATHORY-Klassiker auf sich eint und den Veröffentlichungs-Jahresrhythmus der Schweden aufrecht hält. Nun, da die Fans also bekommen haben, wonach sie jahrelang lechzten, kann diese Compilation den hohen Ansprüchen gerecht werden, oder scheitern Mats, Ragnar, Mikael und Tord genau daran?

Zunächst gilt es für mich erstmal, die Songauswahl zu loben, die mit "A Fine Day To Die", "Twilight Of The Gods" und "Blood Fire Death" einerseits zwar relativ vorhersehbar erscheint, mit "Song To Hall Up High" und "Home Of Once Brave" andererseits aber auch zwei Überraschungen parat hält, an deren Stelle man evtl. eher "Shores In Flames", "Valhalla" oder "One Rode To Asa Bay" erwartet hätte. Wer weiß, vielleicht hebt man sich da für die Zukunft noch das ein oder andere Schmankerl auf? Die "Nordland"-Dualogie und "Blood On Ice" hätten zudem auch noch den ein oder anderen Übersong zu bieten, aber man soll ja nicht zu viel auf einmal wollen, zumal diese Covergeschichte sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein muss.

Die, die aber genau diese Scheibe von EREB ALTOR wollten, dürften mit dem vorliegenden Ergebnis mehr als nur zufrieden sein, denn dem Ruf als legitime Quorthon-Erben werden die Herren nicht nur auf ihren eigenen Kreationen gerecht, sondern eben auch auf "Blot · Ilt · Taut". Dabei werden einige Songs auf eine Art und Weise vorgetragen, die stets die Handschrift der im Gästrikland verwurzelten Formation durchschimmern lässt, im Falle von "The Return Of Darkness And Evil" und "Woman Of Dark Desires", die beide auch auf "Nattramn" hätten stehen können, aber auch zeigt, wie eng Erbe und Erblasser verbunden sind. Daraus haben EREB ALTOR in ihren 13 Jahren Bandbestehen allerdings auch noch nie einen Hehl gemacht.

Für die Songs aus der Viking-Ära von BATHORY heißt das, dass man leicht düsterere und kantigere Versionen erwarten kann, als man es von den Originalen gewohnt ist. Das betrifft allerdings hauptsächlich die beiden "Hammerheart"-Ableger sowie die Vertreter vom Initiator "Blood Fire Death", da "Twilight Of The Gods" seinem Ursprung sehr nahekommt und kaum durch Eigenheiten gekennzeichnet ist.

In erster Linie ist "Blot · Ilt · Taut" also eine Ehrdarbietung an einen der unstreitbaren Metalgötter der Geschichte, Quorthon höchstselbst. Die in diesem Werk offensichtlich steckende Leidenschaft hat eine wahrlich ansteckende Wirkung und ist gleichzeitig auch der beste Beweis dafür, warum EREB ALTOR zurecht als Abkömmlinge von Thomas Börje Forsberg gelten. Ob man "Blot · Ilt · Taut" aber auch wirklich in der Sammlung benötigt, hängt ganz stark von den eigenen Ansprüchen ab, denn trotz der zumeist durchaus vorhandenen, eigenen Signatur bleibt das Quartett häufig nah an der Quelle. Das soll allerdings nicht als Vorwurf von meiner Seite gelten und ist nur für diejenigen bestimmt, die sich etwas mehr Experimentierfreude gewünscht haben. Wem das egal ist und sowohl mit EREB ALTOR als auch mit BATHORY (soll vorkommen) etwas anfangen kann, wird mit dem Kauf dieser Coverscheibe höchstwahrscheinlich nicht daneben liegen.



Ohne Bewertung
Autor: Pascal Staub (04.03.2016)

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