10.09.2022, Wurzer Oschnitt-Halle, Püchersreuth

Storm Crusher Festival 2022 - Tag 2

Veröffentlicht am 19.09.2022

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Auch Tag 2 stand unter dem Zeichen des Donnergottes. Dies hielt die Gäste aber nicht davon ab, sich in der urigen Oschnitt-Halle häuslich niederzulassen und dem Gott des Bieres zu huldigen.

Die spanischen Hard-Rocker von CHEROKEE eröffneten heute den Reigen des Edelmetalls.

Dass Österreicher schon a weng strange sind – geschenkt, beim Stage-Aufbau von HEXENBRETT sah man von erstaunt bis indigniert einiges an emotionalen Facetten in den Gesichtern. Ob das an den stylischen Spinnweben, den charmanten Kandelabern oder dem hängenden Puppenbaby lag – sucht es euch aus. Die Gestalten der Nacht hatten einiges aus dem düsterem Keller beizusteuern.

Epischer Doom wurde von FLAME, DEAR FLAME geliefert. Die Aufwärmübungen von Maren ließen schon mal tief in den Stimmumfang blicken, welcher dann auch umgesetzt wurde. 

KNIFE aus dem beschaulichen Marburg steigerten sich auf gut geschwärzten Speed Metal mit einem Quäntchen Punkattitüde. 

Das Anschreien übernahmen dann INCARCERATION mit angenehm leidenden Death. [persönliche Notiz: Daniel trägt dieselbe Kette wie ich - freu]

Ein wenig italienischer Glamour wurde von VULTURES VENGEANCE gebrettert. Da soll noch mal einer sagen, Italiener können nur Symphonic-Herzschmerz-Drama.

Nix zu meckern gab es bei YEAR OF THE GOAT [sorry, aber das Wortspiel konnte ich nicht auslassen]. Was noch etwas unter "Geheimtipp" läuft, ist live ein düsteres Umarmen und Wohlfühlen im Sound der 60er und 70er. [Anm. der Red.: außerhalb von Bayern sind YOTG schon seit Jahren kein Geheimtipp mehr.]

Ein wenig Thrash wurde von PROTECTOR geliefert, einer eigentlich deutschen Band, die aus dem sonnigen Deutschland in gemütlichere nördliche Gefilde ausgewandert ist. 1986 gegründet und 1994 aufgelöst und doch wieder zusammengerauft. 

PAGAN ALTAR klopften noch mal kräftig den Doom-Teppich aus und als Engländer darf man grad ein wenig traurig sein. Auch schon seit 1985 auf den Bühnen unterwegs und seit 2004 wieder aktiver auf dem Plattenteller vertreten.

DEMOLITION HAMMER schwangen zum Tagesende nochmal kräftig die good old Thrash-Groove-Keule. Textlich eher ein wenig in Richtung Punk winkend, sind die New Yorker kein bisschen leiser als das Naturschauspiel draußen vor der Halle. 

Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr – wenn es wieder heißt: Storm Crusher bittet zum Tanz.


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