02.02.2020, Rockhouse-Bar, Salzburg

INCITE + THE MODERN AGE SLAVERY + SCÄVENGER

Text: Anthalerero | Fotos: Anthalerero
Veröffentlicht am 04.02.2020

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Sonntägliches Krawallisieren in der Rockhouse-Bar? Check! Auf zur allgemeinen Eskalation mit INCITE, denn Cavalera bürgt für Qualität!


Bevor aber der Cavalera-Stiefsohn wüten konnte, galt es noch zwei Supportacts zu überstehen. Als erstes wurde die blutjunge heimische Schädelabschraub-Brigade SCÄVENGER auf die erkleckliche Meute an Ausrastwilligen losgelassen, die von den motivierten Burschen gleich einmal gründlich windelweich geprügelt wurde. Zwar mit ein paar technischen Schwierigkeiten, fuhr der Vierer aus Salzburg aber ein mordsmäßiges Soundbrett, zu dem man sich schon zum Auftakt hingebungsvoll den Schädel von den Schultern schrauben konnte.


THE MODERN AGE SLAVERY standen dem Eskalationsfaktor der Local Heroes um keinen Deut nach und bolzten mit ihrem modernen, kompromisslosen Knüppelmetal gewaltig drauflos. Die Zuschauer ließen zu der infernalischen Klangkulisse hingebungsvoll das Kleinhirn durch den Schädelinnenraum purzeln, während der mörderische Schub der Saiteninstrumente Zwerchfell und Bierbäuche gleichermaßen massierte und derbe Breakdowns das ein oder andere lockere Beißerchen aus der Kauleiste stemmten. Von den eigentlich beinhaltenden Samples hörte man zwar ob der Dominanz der Äxte so gut wie nichts, dafür wirkte das variantenreiche, von grindigem Gekreische bis hin zu blubbernden Deathcorigen Anwandlungen reichende Gebell des sich zur Halbzeit obenrum entkleidenden Fronters umso nachhaltiger.


Wem das noch nicht genug war, der konnte zu INCITE die vollkommene Zerstörung erleben – so derbe Moshpits, Stagediving (!) und einen Crowdsufer (!!) sah man zuletzt im Vorjahr bei einer amtlichen Hardcore-Eskalation, was die Ami-Truppe rund um Cavalera-Stiefsohn Richie, der auf der Bühne einfach komplett austickte, locker in die Tasche steckte. Schmetternde Riffs, irgendwo zwischen SEPULTURA (no na!), LAMB OF GOD und Hardcore-Versatzstücken trieben die Zuschauer zu schweißtreibenden Höchstleistungen an (und das an einem Sonntagabend!), während der nagelnde Basssound die Bierkrüge quer durch das Infield tanzen ließ. Fuck it, fuck sundays, fuck everything! INCITE zerfickten die Bar wie selten eine Truppe, was die im Pit hart ausrastenden Besucher auch mit mehr als amtlicher Kulisse quittierten. Beinahe wäre der Gitarrero auch noch bei seinem solierenden Ausflug ins Publikum im Getümmel zu Boden gerissen worden, so wie es durchaus einigen Leuten an diesem Abend passierte. Dass es eine Zugabe geben musste war klar – diese fiel dann zwar recht kurz aus, doch länger hätten die Feierwütigen, die danach mit dröhnendem Schädel und manchen Blessuren nach Hause schlichen, auch nicht durchgehalten.
 

Nach so einem musikalischen Arschtritt weiß man wenigstens, weshalb einem am Montagmorgen jeder Knochen wehtut! Unbedingte Wiederholung! Aber dann mit einer bis zum Anschlag gefüllten Bar!

Mehr finstere Fotos gibts (wieder einmal) bei Images Of Pain And Pleasure.


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