12.10.2019, Kitzmantelfabrik Vorchdorf, Vorchdorf

Metalnight Outbreak Vol. 7

Text: Anthalerero | Fotos: Anthalerero
Veröffentlicht am 18.10.2019

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Alle Jahre wieder erzittert die Kitzmantelfabrik von Vorchdorf unter sägend-metallischen Klängen! Und alle Jahre wieder begibt sich ein kleines Stormbringer-Schreiberlein ins Epizentrum dieser markerschütternden Töne, um für euch davon zu berichten. Doch dieses Jahr wird alles anders, dann es gibt ausnahmsweise keinen konventionellen Bericht der Festivität, nur ein kurzer Anriss des Bühnengeschehens wie unten vermerkt – es wird ein Video-Special des Metalnight Outbreak 7 folgen, in dem der komplette Aufbau und die Geschehnisse hinter dem Festival beleuchtet werden.

Für den Berichterstatter startete der MNO-Tag dieses Mal nämlich bereits um sechs Uhr Morgens, als mit dem Load In von PA, Licht und Bühnenaufbauten begonnen wurde. Über den kompletten Vormittag hinweg wuchsen die beiden Bühnen stetig, während die restliche Crew fleißig die komplette Location für den Ansturm der Besucher adaptierte. Was mit dem Bestücken der Bar über das Aufstellen von Biergarnituren und diversen Gittern bis hin zu sonstigen organisatorischen Arbeiten mehr Zeit in Anspruch nahm, als man als Außenstehender vielleicht vermuten würde.


Die Eröffnung des Festivals übernahmen ANNIVERZERO, die die Underground Stage gleich der ersten Belastungsprobe unterzogen. GRÖBÄR als Opener auf der Mainstage brachten nebst sägenden Klängen auch Knochen und ein Plüsch(!)-Backdrop mit. Die erste größere Publikumsansammlung des Abends konnten dann auf der Underground-Stage die Post-Black-Metaller von WELTENBRANDT für sich verbuchen.


Nach einem kurzen Besuch bei BEFORE ALL GOES DOWN, die am Nachmittag nicht so recht zünden wollten, wurde den Klängen von DREAM X AWAKE bei angeregten Diskussionen an den aufgebauten Merchtischen im Foyer gelauscht. Den ersten Abriss des Tages lieferten AS GOD CREATED, bei denen sich das inzwischen ziemlich zahlreich anwesende Publikum recht heftig zerstörte. Da konnten im Anschluss weder die hochmotivierten Wiener von A NEW CHAPTER, noch die italienische Hardcore-Brigade von DEAD LIKE JULIET wirklich aufschließen.


Pünktlich zu DEATH RISING rasteten die Zuschauer zum ersten Mal komplett aus und rissen im Verlaufe des schweißtreibenden Auftrittes der Laakirchner Death-Metaller sogar die Barrikaden vor der kleinen Bühne ein. ALL FACES DOWN, in der Running Order im Vergleich zu ihrem letzten Besuch inzwischen ein wenig abgerutscht, machten ihre Sache auf der Hauptbühne gut und lieferten wieder einen tighten, starken Gig ab, so wie man es von ihnen gewohnt war – die Zuschauer dankten es mit zahlreicher Anwesenheit und hohem Mitsingfaktor.


Der lange Tag machte sich beim kleinen Schreiberlein schön langsam bemerkbar, so wurde ein kurzes Nickerchen im Backstagebereich bei CYPECORE (dankeschön, Jungs!) schweren Herzens dem Besuch bei den Partygranaten UZZIEL vorgezogen. Man musste doch fit sein für WE BLAME THE EMPIRE, die die ultimative Zerstörung des Tages ablieferten. Waren die Burschen schon in den Vorjahren immer eine Macht am MNO, rissen sie dieses Jahr die Bude vor vollzählig anwesendem Publikum sowas von ein, dass man nur noch mit den Ohren schlackern konnte. Die massive Wall Of Death quer durch die Halle sprach Bände!


Auch bei VERTILIZAR auf der Underground Stage war es noch brechend voll, sodass man auch diesen Auftritt mit Fug und Recht als höchst erfolgreich bezeichnen konnte. Leider strichen nach der massiven Show der Local Heroes von WE BLAME THE EMPIRE dann doch viele Leute die Segel, dass CYPECORE für den finalen Abschuss des Tages mit etwas weniger Leuten vor der großen Bühne ein Auslangen finden mussten – dafür rasteten die Verbliebenen vor allem in den vordersten Reihen zu dem derb aus den Boxen böllernden Industrial Death so dermaßen aus, wie man es nur selten sah. Was da alles durch den Moshpit flog war kaum zu eruieren und auch die Barrikaden vor der Bühne mussten einiges einstecken.
 

Während die Zuschauer von der musikalischen Walze angemessen durchgenommen nach Hause zu schleichen begannen, war der Tag für die Crew des Festivals noch lange nicht zu Ende. Alles was im Laufe des Tages herein gekarrt wurde, musste nun ja auch wieder raus aus der Halle. Komplizierte Millimeterarbeit beim Herunterkurbeln der Lichttraversen konnte da gen drei Uhr Morgens schon zu einer Herausforderung werden, während der Konsum an Koffein und Zuckerhaltigem exponentiell in die Höhe schoss. Wer zu diesem Zeitpunkt in die Halle schaute, der hätte sich fast in einer Zombieapokalypse vermeint, so fertig wie viele der noch immer verbissen hinter der Show herräumenden Crew aussahen. Als endlich die letzten Teile der Bühne von der Halle in die bereitstehenden Vans geladen wurden, da begann es draußen bereits zu dämmern. Pünktlich zu der Zeit, als am Vortag mit dem Aufbau begonnen wurde, wurde der Abbau am nächsten Tag beschlossen.

24h nonstop MNO - bald auch in bewegten Bildern!
 

Zunächst findet ihr aber in Bälde bei Images Of Pain And Pleasure die vollen Galerien des Festivals, soweit es das arbeitsame Nebenprogramm des Festivals zuließ:
Main Stage
Underground Stage
Special: Cypecore


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