5.6.19 - 8.6.19, Sölvesborg, Sölvesborg

SWEDEN ROCK 2019

Text: manfred
Veröffentlicht am 16.08.2019


Wie jedes Jahr Anfang Juni steht auch 2019 das Sweden Rock Festival ins Haus, welches diesmal, so könnte man sagen, unter dem Zeichen so manchen Abschiedes stattfand, befinden sich doch KROKUS, SLAYER und KISS auf ihren jeweiligen Abschiedstourneen. Davon wollten wir uns die Stimmung aber nicht vermiesen lassen, da uns die nordischen Götter wohlgesonnen sind und uns die ganze Woche über mit herrlichem Wetter und sommerhaften Temperaturen segneten.
Am Sweden Rock Gelände hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert und das ist auch gut so. Never change a running System! Mit Lob muss man feststellen, dass sich die Veranstalter die Kritik vom letzten Jahr zu Herzen nahmen und die Toiletten-Situation erheblich verbessert haben. Auch sind weitere Sitzmöglichkeiten im Food-Bereich hinzugekommen.


Wir lassen den Mittwoch eher ruhig angehen und starten, nachdem wir uns einen Überblick verschafft haben, nach der eher langweiligen Band OZ mit DEMON. Die Engländer liefern vom Feinsten und spielen nahezu das komplette „The Unexpected Guest“ Album. Thumbs up!

 


Danach kommen auch schon eine der Gewinner des Festivals: GATHERING OF KINGS.
Die illustre Gruppe aus Mitgliedern von MASTERPLAN, THERION, THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA, SOILWORK, SAFFIRE, PRETTY MAIDS, SPRITUAL BEGGARS und, und, und… feiert in Sölvesborg ihr Live-Debut. Die Herren lassen nichts anbrennen und zünden ein Melodic-Metal-Feuerwerk der Extraklasse. Die eingängigen Songs des im Jänner erschienenen Album „First Mission“ werden von den Fans und auch von den Musikern selbst ordentlich abgefeiert. Ein toller Einstand für Björn Strid, Rick Altzi und Co.



Dieses Stimmungshoch kann JOE LYNN TURNER leider nicht ganz halten. Er ist zwar in guter Form und mit einer Top-Band als Support, doch das Set, bestehend zum Großteil aus Rainbow Songs, will beim Publikum nicht so recht zünden. Highlight ist der Malmsteen-Song „Deja Vu“ vom grandiosen „Odyssey“ Album.
Eine deutlich unter ihren Wert gehandelte Band steht als nächstes auf der Bühne: DYNAZTY. Die Schweden liefern einen Wahnsinnsauftritt ab, bei dem vor allem Sänger Nils Molin äußerst positiv auffällt. Der knackige, moderne Melodic-Metal lässt keine Wünsche offen. Höhepunkte sind “Firesign“, „In the Arms Of A Stranger“, "Human Paradox“ und das finale “Starlight“. Eine sehr sympathische Band mit einem souveränen Auftritt.  



Der Headliner-Status am Mittwoch ist für SKID ROW mehr als gerechtfertigt. Optisch liefern die Herren diese von Ami-Bands geprägte Rockstar Attitüde und das kommt richtig gut an. Frontman ZP Theart singt außerordentlich gut und er versucht auch gar nicht einen Sebastian Bach zu kopieren. So verleiht er den Songs eine eigene Note. Das das zum großen Finale „Youth Gone Wild“ noch einmal die müden Knochen der Fans zum Tanzen bringt, muss man nicht extra erwähnen. Ein würdiger Abschluss und man kann nur hoffen, dass uns SKID ROW bald wieder beehren.


Donnerstag

Nach einem gemütlichen Frühstück im Garten unseres Hauses mit Speck und Ei und anschließender personeller Einteilung („Wer schaut sich was an, wer fotografiert was...“), ging's gegen Mittag bei strahlendem Sonnenschein wieder aufs Festivalgelände.
Auf der "4 Sound Stage" geben sich SEVENTH WONDER ein Stelldichein. Die Sonne brennt und ein gut gelaunter Tommy Karevik holt sich gemeinsam mit einer nicht gerade kleinen Menge an Fans einen Sonnenbrand. Die gesamte Gruppe sprüht nur so vor Spielfreude und sie reißen gleich von Beginn mit „Alley Cat“, „Mercy Falls“ und „Tears For A Father “ an. Die progressiven Songs gehen dennoch gut ins Ohr und animieren gemeinsam mit dem Mittags-Bier zum Abrocken. Well done!



Das erste wirklich große Highlight am Donnerstag sind die deutschen POWERWOLF.  Zurzeit angesagter denn je, müssen sie sich aber – im Gegensatz zu Mitteleuropa – am Sweden Rock bei den ersten Songs sehr ins Zeug legen, um die Menge ins Schunkeln zu bringen. Spätestens bei „Amen & Attack“ und „Demons Are A Girl‘s Best Friends“ haben sie die Fans aber im Griff und die Metal-Messe wird ein voller Erfolg. So wird nach „Resurrection By Erection“ zum „Stoßgebet“ gerufen, geschlossen wird die Messe wie immer mit „Werewolves  Of Armenia“ und das Publikum mit „We Drink Your Blood“ entlassen. Der einzige Wermutstropfen ist vielleicht, dass „Where The Wild Wolfes Have Gone“ diesmal nicht auf der Setlist steht.



Im Sauseschritt geht‘s dann zur "Festival Stage", wo die Schweizer Hardrocker KROKUS  den jungen Bands noch mal zeigen wie der Hase läuft. Absolute Highlights des Sets sind „Headhunter“, „Hellraiser“, „Easy Rocker“ und natürlich „Bedside Radio“.  Das Publikum saugt förmlich fast jeden Song auf und der Mitsing- oder "Mitgröl"- Faktor ist enorm hoch. Wieder wird eine Legende die Bretter, die die Welt bedeuten, verlassen, aber alle die den Gig gesehen haben, werden sich mit einem lachenden und weinenden Auge an diese Machtdemonstration zurückerinnern. Danke für diesen tollen Abschluss, ihr ward grandios.

LUCIFER auf der Sweden Stage ziehen eine ordentliche Masse an geneigten Fans vor die Sweden Stage, können aber das Niveau der Platten live nicht ganz halten, bieten aber guten Sound für ein spätnachmittägliches Chill-out.
Währenddessen zerlegen ARCH ENEMY die Rock Stage. Alissa White-Gluz gibt von Anfang an Vollgas, hüpft, post und growlt sich die kleine Seele aus dem Hals. „Ravenous“, „War Eternal“, „My Apocalypse“, „Under Black Flags We March“, „Dead Eyes See No Future“- da tobt die Masse und es fliegen die Mähnen. Zum Abschluss gibt‘s natürlich auch noch „We Will Rise“ und „Nemesis“

AMON AMARTH haben natürlich ein Heimspiel. Bandaushängeschild Johan Hegg grinst wie ein Honigkuchenpferd von der Bühne. Leider bleiben wegen unserer nonexistenten schwedischen Sprachkenntnisse die Ansagen unverständlich, doch die Show spricht für sich. Das Drumkit ruht auf einem Hörner-Helm, es gibt Feuerfontänen, brennende Runen und gegen Ende des Sets gesellt sich auch noch die Midgardschlange auf die Bühne. Eröffnet wird die Show gleich mit „The Pursuit Of Vikings“ und „Deceiver Of The Gods“, die Schweden haben somit das Publikum sofort auf ihrer Seite. Über „First Kill“ und „The Way Of Vikings“ wird dann in der Mitte des Sets ein neuer Song vom aktuellen Album „Berserker“ präsentiert. „Crack The Sky“ geht live wahnsinnig ab, auch bei „Raven’s Flight“ und „Shield Wall“ ist das Publikum bereits textsicher. Als würdige Rausschmeißer fungieren „Guardians Of Asgaard“, „Raise Your Horns“ und natürlich „Twilight Of The Thunder God“. Der einzige Wermutstropfen war, dass es noch recht hell ist, aber die Spielfreude AMON AMARTH‘S an diesem frühen Abend entfacht Vorfreude auf die Tour am Ende des Jahres.



Als hierauf DEADLAND RITUAL die Bühne betreten, sind sehr viele Pressevertreter anwesend und der Fotograben fast voll. Die Herren rund um BLACK SABBATH-Basser Geezer Butler und BILLY IDOL-Klampfer Steve Stevens brennen ein wahres Feuerwerk an Hits ab. „Neon Nights“, Sweet Leaf“ oder „Rebel  Yell“ rummsen richtig schön aus den Boxen und stimmen die Fans schon für die Headliner ein .


Routiniert wie eh und je spulen DEF LEPPARD ihr Programm, gespickt mit allen Stadion–Rockhymnen, ab.
Danach gibt’s wieder mächtig was auf die Ohren, denn SLAYER lassen die Abrissbirne kreisen. Wie immer ohne Ansagen, dafür mit toller Beleuchtung und viel Feuer holzen sich die Amis in die Rente. Die Meute will Songs, sie will sie schnell und sie will sie laut. Und genauso bekommen die Fans sie nach der Hälfte des Sets auch vor den Latz geknallt. „Seasons In The Abyss“ geht formlos in „Hell Awaits“ über. Es folgt „Raining Blood“, „Black Magic“ und mit dem genialen „Angel Of Death“ bricht ein flammendes Inferno über Sölvesborg herein. Beim Abschied merkt man es Tom Araya an, dass der ihm schon etwas schwerfällt. Oh Mann, habe ich ein Pfeifen in den Ohren, aber der nächste Tag würde ja noch einige Schmankerl bieten und darum ab ins Bett.


 

Freitag

Knallhart starten die Schweizerinnen von BURNING WITCHES auf der "Sweden Stage" zu Mittag ihren Auftritt. Die sexy gekleideten Mädels geizen nicht mit ihren Reizen, und so manch hartgesottener Metaller ist spätesten hier weich und kuschelig geworden. Mit neuer Sängerin entfachen die Damen ein Hölleninferno. Das gute Stageacting, das spielerische Können und die sympathische Ausstrahlung der Band kommt mehr als gut an. Songs wie „Hexenhammer“, „Executed" und die beiden Oldtimer „Jawbreaker" und "Holy Diver" lassen die Stimmung ansteigen.  



Mit Ohrensausen geht's dann weiter zu MAGNUM die einen soliden Auftritt hinlegen aber kaum Überraschungen in ihrer Setlist haben und „Days Of No Trust“ wieder nicht spielen.

Auf keine andere Band habe ich mich so gefreut wie auf EASY ACTION. Die Herren rund um Kee Marcello spielen melodischen Rock in reinster Perfektion und sind mit Tracks wie „Talk Of The Town“, „Rosie“, oder „Teachers Do It with Class“ für mich einer der Highlights des Festivals. Genau solche Aktionen wie dieser Reunion-Gig machen das Flair hier aus, denn auch in der VIP Area  oder im Pressezelt treten schwedische Künstler wie Erik Grönwall von H.E.A.T, Mats Leven, Rob Marchello und viele mehr auf und machen das Festival zu einen unvergesslichen Event.
 
Im Gegensatz zu dem was ich letztes Jahr im Stream vom Rock Hard Festival von AXEL RUDI PELL gesehen habe, ist er heuer am Sweden Rock ein wenig enttäuschend. Für den tollen Backkatalog den der deutsche Saitenhexer zu bieten hat, ist die Setlist äußerst uninspiriert. Nur „Voodoo Nights“ und „Eternal Prisoner“ können etwas glänzen.



Der Jagdpanzer rollt gleichzeitig mit den eher langweiligen Altrockern von ZZ TOP übers Sweden Rock. Harry „The Tyrant“ Conklin und seine Mannen bieten eine Stunde lang gute Unterhaltung. Eingestiegen wird gleich mit „Chain Of Command“ und geht weiter mit „Achilles“, „Harder Than Steel“ und „Iron Eagle“. Das Highlight „Shadow Thief“ darf natürlich auch nicht fehlen.
 



Auf WITCHFYNDE habe ich mich ebenfalls sehr gefreut. Die alten Herren aus England können mich aber leider überhaupt nicht überzeugen. Den Songs fehlen einfach die Epicness und auch der Charme, den sie auf Platte verströmen. So ist „Leaving Nadir“ auf den ersten Anhieb gar nicht erkennbar. Nur wenig besser ergeht es mir bei „Cloak And Dagger“. Die Musiker selbst haben aber sichtlich Spaß an ihrem Festivalauftritt.


Über DISTURBED braucht man nicht viel schreiben. Erstens haben die Amis einen Ausnahmesänger in ihren Reihen und zweitens verfügen sie über ein erstklassiges Songmaterial. Für viele der über 30.000 Anwesenden sind DISTURBED der heimliche Headliner und die Fans werden auch nicht enttäuscht. „Sound Of Silence“ darf natürlich auch nicht fehlen, somit wird der Auftritt zu einem Triumphzug.

 „You wanted the Best, You got The Best“: seit Jahrzehnten kennen wir das berühmteste Intro im Rock Bereich. Auch in Schweden steht die KISS-Army Kopf und Gene Simmons, Paul Stanley, Tommy Thayer und Eric Singer bieten alles, was die ganze Rockwelt schon lange kennt und erwartet: Erst schweben die Vier auf einer Hebebühne ein und legen gleich mit „Detroit Rock City“ los, später tauscht Gene Simmons seinen E-Bass gegen eine saitenbespannte Axt, lässt sich sichern, um kurz darauf mit Hilfe von Seilen auf eine kleine Plattform unter das Bühnendach zu „fliegen“, dazu das spektakuläre Bassgewixxe und die obligatorische Kunstblut Sabberei. Natürlich fehlt auch die Feuerspuckeinlage von Gene und der wilde Ritt von Mister Stanley über die verdutzen Fans nicht. Zum Schluss, bei „Rock And Roll All Nite“, wird die Bühne nochmal so richtig mit Konfetti vollgesaut, Paul Stanley zerschmettert seine Gitarre und ein Feuerwerk, das fast Silvester-Dimensionen hat, beendet die Show. Der Rock Circus hat wieder voll eingeschlagen und den Fans zwei Stunden tollste Unterhaltung geboten. Jungs ihr werdet uns fehlen.

Warum danach DREAM THEATER auf der Rock Stage nach knapp 60 Minuten die Bühne verlassen haben, bleibt mir ein Rätsel. Schande über euch .


In seinem schwarzen Mantel gehüllt, zieht es danach Tom zum Black Metal. Am Freitag  haben / GORGOROTH die „Ehre“, zeitgleich mit DREAM THEATER zu spielen. Und daher ist gerade mal eine gefühlte Handvoll Schwarzmetaller vor der „4 Sound Stage“ anzutreffen, aber GORGOROTH geben ihr Bestes und die eingefleischten Fans sind mehr als zufrieden. Als Zugabe gibt‘s von den Norwegern noch richtig eines auf die Hörner: Songs wie „Krig“, „Cleansing Fire“ oder „Destroyer (Incipit Satan)“ entlassen uns in die finstere Nacht.


Samstag

So jetzt noch einmal alle Reserven mobilisieren und zum Endspurt aufs Festivalgelände. Kleiner Zwischenstopp im Biergarten beim Eingang und dann geht's auch schon zur ersten Band.

BEAST IN BLACK schwimmen derzeit auf einer Welle des Erfolgs! Der Zweitling "From Hell With Love" der BATTLE BEAST-Ableger kommt bei den Fans gut an, das beweisen die Chartplatzierungen sowie die Menschenmenge, die sich vor der Sweden Stage gebildet hat. Auch die Performance ist ausgesprochen tight und Sänger Yannis Papadopoulos zeigt gekonnt seinen Stimmumfang. Besonders abgefeiert werden "Sweet True Lies" und natürlich "Blind And Frozen".

Auf die Vorstellung von DEMONS &WIZARDS war ich auch schon sehr gespannt. Oder sollen wir lieber Iced Guardian oder Blind Earth dazu sagen, sind doch neben Hansi Kürsch auch Marcus Siepen am Bass und Frederik Ehmke an den Drums mit von der Partie. Die Gitarren werden von ICED EARTH‘S Jon Schaffer, im modischen Kurzhaarschnitt und Jake Dreyer übernommen. Neben den eigenen Hits, größtenteils vom selbstbetitelten Debutalbum, werden auch jeweils zwei Songs von den jeweiligen Hauptbands dargeboten, so geht vor allem bei „I Died For You“, „Welcome To Dying“ und natürlich „Valhalla“ die Post ab. Alles in allem ein gelungener Auftritt, der die Vorfreude aufs leider erst voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinende dritte Album entfacht.



Mal kurz zu „BROTHERS OF METAL“ geschaut, bis es weiter zur Festival Stage geht .
Der Auftritt der nächsten Band zeigt, welch ein breites Spektrum im Musikgenre hier geboten wird. Bei strahlendem Sonnenschein und sichtlich gut gelauntem Publikum wird der Auftritt der Alt-Rocker von STYX  zu einem chilligen Nachmittag mit angenehmer und partyreifer Musik. Da wird geschunkelt und getanzt und fröhlich mitgesungen. Mit "Mr Roboto " und "Renegade " beenden STYX ihren von guter Laune geprägten Set.

Super Auftritt, toller Gesang von Gowan und Tommy Shaw und mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht geht's weiter zu den unverwüstlichen SAXON. Alles beim Alten bei den britischen Haudegen, denen es vergönnt wäre, einmal den Headliner-Posten auf dem Sweden Rock Festival innehaben zu dürfen. Viel braucht man nicht zu schreiben, alle Wünsche des Publikums werden erfüllt: „Dallas 1pm“, „747 (Strangers In The Night)“, „Strong Arm of The Law“, „Crusader“…., ich muss es nicht aufzählen, ein eineinhalbstündiges Hitfeuerwerk zum Niederknien.

Für HAMMERFALL ist das Festival eher ein Ausflug als Arbeit, sind sie doch schon zum siebten Mal auf dem Festival zu Gast, man sieht Oskar Dronjak mit Familie im Backstage-Bereich. So locker und lässig ist auch die eineinhalbstündige Show am frühen Samstagabend. Mit der Songauswahl bewegt man sich natürlich auf der sicheren Seite „Legion“, „Hammer High“, „Renegade“ und „Any Means Necessary“ bieten einen soliden Einstieg. Schwedische Bands haben hier sowieso Heimvorteil und man lässt sich gerne mitreißen, wenn die Leute auf und vor der Bühne Spaß haben, so kommt man viel zu schnell ans Ende des regulären Sets. Der Zugabenteil startet mit zwei alten Gassenhauern „Templars Of Steel“ und „The Dragon Lies Bleeding“ – super und immer wieder geil. Dann noch eine Überraschung, denn HAMMERFALL hatten zuvor eine Gruppe von Fans ausgewählt, um sie nun auf die Bühne zu holen und mit ihnen den neuen Song „(We Make) Sweden Rock“ zu performen. Anfangs zwar noch etwas nervös auf der großen Bühne, sieht man Band und Fans die Freude am Auftritt an - auch wenn der Song etwas cheesy ist – und es wirkt nicht hölzern oder aufgesetzt sondern sehr sympathisch. Alles richtig gemacht im Hause HAMMERFALL. Man kann auf das kommende Album „Dominion“ gespannt sein.



Eigentlich will ich mir im neu angelegten Biergarten neben der Sweden Stage nur mein Nachmittagsgetränk zulegen, als aber die Herren von UNLEASHED loslegen, bin ich dermaßen von der Darbietung beindruckt, dass ich mir den ganzen Gig ansehe. Die Band ist ständig in Bewegung, und mit ihren Old School Death Metal und dem großartig  aufgelegten, etwas in die Breite gegangenen Fronthünen Johnny Hedlund zerlegen sie mit Mördersound und einer Brutalität nach allen Regeln der Kunst die Stage und gehören zu den besten Bands des Festivals.



Ritchie Blackmore geht zum Lachen zwar in den Keller und verzieht meistens keine Miene, aber sein Gitarrenspiel ist an diesen Abend brillant. Sänger Ronnie Romero erweist sich als wahrer Glückgriff, der Songs wie „I Surrender“, "Perfect Strangers“, "All Night Long“ überragend singt und sich auf der Bühne als wahres Energiebündel präsentiert. Grandios!



Als Letztes sollten eigentlich BEHEMOTH ran; diese mussten ihre Show leider absagen, da es der Band aufgrund von verschobenen und gecancelten Flügen leider nicht möglich war, rechtzeitig einzutreffen. Den Rausschmeißer machen deshalb MYRATH, denen die Ehre zugeteilt wurde gleich zwei Auftritte an einem Tag zu absolvieren. Klasse Band, top Auftritt.

Schade dass diese vier kurzweiligen Tage so schnell vorbei waren. Wir kommen nächstes Jahr mit Sicherheit wieder. Ein Festival der Superlative in jeder Hinsicht, ein Konzerterlebnis wie man kaum ein Zweites findet. So und jetzt darf gerätselt werden, welche Bands die Veranstalter fürs nächste Jahr aus dem Ärmel zaubern. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir  einen Reunion Gig von SAVATAGE wünschen. 

Bilder by Manfred Thanner, Stefan Kaiser und Joe Parker 

 

 

 

 

 


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