19.06.2019, Colos-Saal, Aschaffenburg

TESLA

Veröffentlicht am 24.06.2019

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Nach 10 Jahren Pause (Leute wie vergeht denn die Zeit!?) endlich einmal wieder die alten Haudegen von TESLA, die an sich immer einen Besuch wert sind. Zudem im alterwürdigen Colos-Saal in Aschaffenburg, der kürzlich zum besten Liveclub der Republik gewählt wurde. Kann also nicht allzuviel schiefgehen!

Kurzfristig wurden als Vorband WE ARE RIOT aus dem Norden engagiert, eine Band, von der ich bislang noch nichts gehört hatte. Bestehend aus zwei jungen Ladies und drei Burschen, legten die Fünf nach anfänglicher Nervosität einen durchaus ansprechenden Gig mit ausschliesslich Eigenkompositionen vor. Insbesondere die Sängerin konnte mit ihrer kraftvollen Stimme überzeugen und der Leadgitarrist nimmt seinen Job auch noch wörtlich und hatte gute Licks und Soli im Gepäck. Ein durchaus kurzweiliger Gig, der nach gut 35 Minuten bereits wieder zu Ende war.

Der Colos-Saal war mittlerweile sehr gut gefüllt und in gespannter Erwartung auf Jeff Keith und Kumpanen. Pünktlich um 21 Uhr wurde mit "Welcome to The Jungle" vom Band der Startschuss zu fulminanten 100 Minuten TESLA gegeben. Anfangs war der Sound noch sehr übersteuert, s dass man das Schlimmste befürchten musste (lt. Expertenmeinungen ein generelles Problem der Spielstätte) aber spätestens beim dritten Song hatte man das Soundproblem im Griff (oder die Ohren hatten sich daran gewöhnt, wie auch immer).

TESLA hatten ihr neues Album "Shock" im Gepäck, von dem es mit dem Titelsong, "Tied To The Tracks" als Opener und "Taste Like" drei Kostproben gab. Die restlichen Songs waren nicht nur die "Greatest Hits" sondern auch einige, die man nicht so unbedingt vermutet hätte, wie z.B "Changes" oder "Stir It Up". 

JEFF KEITH ist optisch ziemlich schmal geworden im Vergleich zum letzten Mal und wirkte leicht entrückt in eine andere Welt, aber so war er ja schon immer. Stimmlich aber absolut auf der Höhe. Das Gitarrenduo Dave Rude und Frank Hannon war perfekt aufeinander eingespielt, insbesondere bei den zweistimmigen Gitarrensoli. Sehr geil! Man merkt eben dass das alte Haudegen sind, die seit einer gefühlten Ewigkeit zusammen Musik machen.

                    

Das Publikum im vollen Club ging gut mit und dürfte nicht enttäuscht nach Hause gegangen sein. Am Schluss gab es dann noch den unvermeidlichen und immer wieder guten "Love Song", sowie "Signs" als allerletzten Rausschmeisser. Dass TESLA gerade einmal ein Deutschlandkonzert gespielt haben ist schon verwunderlich und gleichzeitig etwas traurig. In den USA bekommt man sie ja weitaus häufiger zu Gesicht. Diejenigen, die nicht dabei waren, haben jedenfalls etwas verpasst. 

                   

Videos & Additional Photos courtesy of Gisel Le E


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