08.06.2019, Cafe Stadler, Wiener Neustadt

Rock - Acoustic - Alternative

Text: Corona
Veröffentlicht am 13.06.2019

Am Samstag machten die Bands UP CLOSE und SOME DAYS YOU LOSE wieder gemeinsame Sache – dieses Mal im Café Stadler, welches die perfekte Atmosphäre für einen Acoustic Gig darstellte. Nach zehn Jahren war dieser Auftritt eine Premiere für SDYL, da die Gruppe zuvor noch nie auftrittsmäßig akustisch unterwegs war. 


Pünktlich um 20:30 Uhr legte das Quartett los und der Fokus lag gleich wieder auf der neuen undefinierbaren Haarfarbe des Frontmanns Chris Beck (silber, weiß, blau und grün...oder so). Das Intro „Untitled“ versprühte gleich zu Beginn gute Laune innerhalb des Publikums. Es wurden viele Percussion - Instrumente eingesetzt, u.a. das Cajon, welches klanglich besonders gut zur Geltung kam. 

Den ersten Höhepunkt stellte die akustische Umsetzung von THE FREY`s „How To Save A Life“ dar. Obwohl das Original schon eine sehr getragene Nummer ist, schaffte es die Gruppe, dieses noch mehr musikalisch ruhiger zu interpretieren. Bei ihrem eigenen Song „Just Forget“ kam Sommerfeeling auf. Die Band gab auch eine Hommage an Amy Winehouse und gedenkte der toten Musikerin mit einer „Destroy The Original Nummer“ (also einem Cover) von „Valerie“. Vor allem bei „Out Of My Head“ aber auch bei allen anderen Tracks standen eindeutig die Vocals von Chris im Vordergrund. Die akustischen Umsetzungen gaben seiner Stimme noch mehr Ausdruck und Energie. Eine weitere gekonnt umgesetzte Nummer war „Everlong“ von den FOO FIGHTERS. Diese Version von SDYL kann mit dem Original locker mithalten. Bei „On The Line“ packte der Rhythmus jeden Zuhörer und das Cajon kam wieder zum Einsatz. Die schwächste Nummer des Abends war „Torn“. Trotz Mikro nahm man den Gesang von Bassisitin Law kaum wahr; Sänger Beck entschädigte mit seiner Stimme dafür wieder einiges. Obwohl dies die schlechteste Darbietungsnummer des Abends für SDYL war, markiert dieser 90er Jahre Song von Natalie Imbruglia einen Hit und die anwesenden Fans und Gäste sahen über diese unterdurchschnittliche Leistung hinweg. Das Lied „Heavy“ war der letzte Song der Setlist von SDYL. Die Bandmitglieder kündigten vor ihrem von Abtritt der Bühne die Planung einer neuen EP an. Die Schlussbemerkung von Chris, dass der heutige Abend noch eine Überraschung beinhaltete, ließ einige Zuschauer neugierig werden.

LINE UP: 
Leading Vocals, Guitar – Chris Beck
Guitar, Backing Vocals – Max Döller
Bass, Vocals – Law Wallner
Drums, Percussion– Valentin Zintl 

SETLIST:
Untitled
Only Ex
My Sick Mind
How To Save A Life
Just Forget
Valerie
Out Of My Head
Everlong
On The Line
Torn
One more song: Heavy

 

Foto by Corona 

Nach einer kurzen Pause betraten die Jungs von UP CLOSE die Bühne. Sofort fiel auf, dass da einer mehr im Bunde war: der fünfte Musiker war David Wutzl, welcher am Piano den heutigen Auftritt unterstützte. Bassist Peter kam der sitzende Auftritt sehr gelegen, da dieser eine Knie OP hatte, sich aber diesen außergewöhnlichen Abend nicht nehmen ließ. 

Bei der ersten Nummer „You & Me“ wurde sogar ein Shakin' Egg als rhythmisches Instrument eingesetzt. „For You I Fell“ wurde ohne Vocalistin Lisa Harrer dargeboten. Bei dieser Nummer wurde das Publikum zum Mitsingen animiert. Erstes Highlight war „Drown“ von BRING ME THE HORIZON, welche eine Lieblingsband der jungen Rocker ist. Bernie „Cheesi“ Fries übernahm bei der Nummer „Anywhere With You“ den Rap-Part, welcher auf dem angekündigten Album zu finden ist. Das Cover von TOM WALKER's „Leave A Light On“ unterschied sich instrumental wesentlich von der rockigen Interperation. Obwohl der Fokus meistens auf Leading Vocalist David Oberger liegt, fand bei „The Kill“ von 30 SECONDS TO MARS ein Tausch beim Strophengesang statt. Im Vergleich zu David unterscheidet sich die Stimme von Bernhard sehr, aber er besitzt ebenfalls eine großartige Stimme mit Potential, welche nicht unterschätzt werden sollte. Als Zugabe gaben die Rocker „Lost Cause“ von ihrer EP zum Besten. 
 

Foto by Corona 


Die von SDYL angekündigte Überraschung war eine gemeinsame Performance der zwei Bands, welche nochmals „Torn“ aufgriffen. Das Lied bekam an diesem Abend eine zweite Chance, welche aufging und dem Publikum nochmals ordentlich Stimmung verpasste. Beeindruckend, wie diese zwei unterschiedlichen Gruppen zusammen harmonierten! Die Fangemeinde hofft auf eine Wiederholung dieses Konzerts am Wiener Neustädter Hauptplatz am letzten Schultag. 

 

LINE UP: 
Lead Vocals, Guitar – David Oberger
Vocals, Guitar – Bernhard „Cheesi“ Fries
Bass – Peter Buchhas
Drums – Florentin Pinter
Guest: Piano – David Wutzl

SETLIST: 
Intro
Here`s To The Lost
For You I Fell
Drown
Anywhere With You
Leave A Light On
Get Out
The Kill
On My Own
Sunday
One more song: Lost Cause und 
gemeinsame Performance SYDL und UP Close „Torn“ 

 

Der Abend bot einmal eine andere musikalische Perspektive auf die zwei jungen Bands der Wiener Neustädter Musikszene. Die Stimme von Chris Beck gewann an Bedeutung dazu und wurde klar, aber trotzdem nicht weniger kraftvoll eingesetzt. 
UP CLOSE liegt das akustische Genre sehr, da die Band manchmal „softere“ Züge aufweist.  
Bernhard und David sind einfach eine perfekte Einheit, betreffend der Zweistimmigkeit. 
Den Wunsch eine Nummer gemeinsam zu performen, nahmen sich die zwei Gruppen sehr zu Herzen und setzten diesen tatsächlich um. Das zeigt die hohe Flexibilität und die Motivation ihren Fans gerecht zu werden. Mehr als „Überraschung eindeutig geglückt“ bleibt hier nicht zu sagen. 


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