18.05.2019, Röda, Steyr

ROADHOUSE 44 + TYPE OF MOOD

Text: Florian Rosenberger | Fotos: Peter Paul Kirschner
Veröffentlicht am 25.05.2019

Das erste oberösterreichische Stadtfinale des SPH-Music-Masters der Saison 2019 stand leider unter keinem so guten Stern, da es sich ergab, dass am 18. Mai nur zwei Bands auf der Bühne standen, da eine dritte geplante Band kurzfristig absagte. Die zwei verbliebenen Contest Bands ROADHOUSE 44 und TYPE OF MOOD hatten es dafür aber in sich und überzeugten während ihrer Show durchgehend.

ROADHOUSE 44 (Pic by Peter Paul Kirscher)

Die große Röda Bühne bot für die Shows genügend Platz, um sich als Musiker darauf auszutoben und zauberte mit extrem nicen Lichteffekten eine immer zur Stimmung der Songs passende Atmosphäre. Das nutzte die erste Band des Abends ROADHOUSE 44 in vollen Zügen aus und ließ mit ihrem oft in rotes Licht getauchten Bühnenbild den Höllenschlund heraufbeschwören, auf dessen Abgrund teuflisch gutaussehenden Musiker in ihren blauen Overalls performten. Es fehlte nur noch, dass ihnen auf einer Kreuzung ein Deal mit dem Teufel angeboten wird, wie es ja bei Robert Johnson oder TENACIOUS D wirklich der Fall war.

ROADHOUSE 44 (Pic by Peter Paul Kirscher)

Die Show der Desert Blues-Rocker ROADHOUSE 44 kann wieder mal als äußerst gelungen bezeichnet werden, tobten sich die Musiker mit extremem Spaß an der Sache doch ordentlich aus und reichten damit sich selbst auf der Bühne. Denn im Publikumsraum war leider eine gähnende Leere zwischen den ca. zehn erschienenen Besuchern zu beobachten. Die wenigen Fans ließen sich aber von der kraftvollen Performance wieder mitreißen und nach der Show konnten nur lächelnde Gesichter beobachtet werden.

Die Musiker der zweiten Band des Abends TYPE OF MOOD sind auch keine unbeschriebenen Blätter in der Musikszene Oberösterreichs und freuten sich wieder auf einer großen Bühne performen zu können. Beeindruckend die Präsenz der Männer auf der Bühne in ihren schicken schwarz-roten Outfits, die mit ihrem Punk’n’Roll die Puppen tanzen lassen würden, wenn das Publikum zahlreicher erschienen wäre. Die Musiker, allen voran Frontmann Mat Sowbug Mood, der mit seiner prägnanten rauen Stimme Eindruck hinterließ, ließen sich aber nicht davon abhalten über die gesamte Spielzeit ordentlich Gas zu geben.


TYPE OF MOOD (Pic by Peter Paul Kirscher)

Schlagzeuger Chris The Caterpillar Mood gab mit seinem kraftvollen Drumstil den Rhythmus vor, dem Neo-Bassist Will The Nurse Mood, der erst vor kurzem zur Band stieß, groovig folgte. Leadgitarrist Joe The Gravedigger Mood spielte lässige Melodien zu den Riffs von Frontmann Mat, von dem auch die meisten oft ironischen Songs wie der Opener „Fucking Gay Popsong“ oder „Cucumber Salad“ - bei dem dann auch eine Gurke seinen Weg in die Show fand - komponiert wurden. Unterhaltung wird auch bei TYPE OF MOOD großgeschrieben und so freut man sich schon auf ein Wiedersehen im Regionalfinale in der Zuckerfabrik in Enns.


TYPE OF MOOD (Pic by Peter Paul Kirscher)


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