16.03.2019, frei.raum St. Pölten, St. Pölten

TALES FROM THE MOSHPIT LXV: NOW AND AGAIN

Text: Gregor Eder | Fotos: Gregor Eder
Veröffentlicht am 26.03.2019

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Am 16.03. war es endlich wieder soweit und die Veranstaltungsreihe TALES FROM THE MOSHPIT ging mit CHAPTER LXV – NOW AND AGAIN in die nächste Runde.

Mittlerweile feiere ich schon immer das TALES FROM THE MOSHPIT in St. Pölten im Vorhinein, da ich genau weiß wie mein Tag abläuft, wenn ein derartiges Konzert stattfindet :

1. Raus aus der Arbeit

2. 10 Minuten Fahrt zum Frei:raum

3. Ankunft

4. Feiern !

Diesmal verwöhnte und das Tales-Team mit der frischen Death/Black Metal-Band FLESH REMAINS, dem bodenständigen „Rock `N` Western Roll“ von PROLL GUNS und als feinen Abschluss die Lokalmatadore von EPSILON.

Kaum in der Location angekommen gönnte ich mir wie gewohnt mein Feierabendbier und ging dann direkt an die Arbeit. Die Opener des Abends waren mir wohl bekannt, da ich bei ihrem ersten Konzert anwesend war und natürlich war ich auch dementsprechend an den vorangegangenen Entwicklungen interessiert.

FLESH REMAINS:

 

 

Die jungen Deather aus Nöchling in Niederösterrreich machten den Anfang und schon beim ersten Track merkte ich, dass sich etwas verändert hatte. Die Band war viel beweglicher, was die Bühnenperformance angeht. Als ich die Herren Eisenring, Wolf, Todesstein, Malus Grande und Patrick Steinmassl am Bass (RICHTHAMMER / EASTWOOD HAZE), zum ersten Mal sah, war die Performance etwas statisch, was sich teilweise durch den begrenzten Raum erklären ließ, doch da wären schon noch ein Wenig Bewegung drin gewesen. Der Freiraum bat genug Bühnenplatz um sich einmal richtig auszutoben, was die Herren auch partiell taten.

Abgesehen von der Performance war noch etwas anders. An der zweiten Gitarre fand sich diesmal nicht Malus Grande, sondern Konstantin Wenzl, welcher in würdiger Vertretung die Axt schwang.

Die Tracks klangen fein düster und hatten auch einiges an Dampf, doch zu so früher Uhrzeit war die Crowd noch mittelmäßig motiviert und daher reagierte sie hauptsächlich mit Applaus und ließ sich nicht zu einem Pit hinreißen.

Aus meiner Sicht klingt die Band schon wesentlich solider, wobei man sagen muss, dass dies ihr zweiter Gig war und das nun die Entwicklung der letzten zweieinhalb Monate ist. Ich bin gespannt was sich da so weiterentwickelt.

Nach einem recht deftigen Set voller Blast-Beats und Todes-Thematik ging es dann in den Umbau um die Bühne etwas amerikanischer zu gestalten.

 

PROLL GUNS:

 

 

Die folgende Band war mir schon bekannt, da ich den Mitgliedern schon auf einem Festival zur Hand gehen durfte, was bei der damaligen Bühnenperformance nicht gerade unwichtig war. Mit einem Grinsen im Gesicht sah ich zu wie die von der Band angefertigten Mirkoständer auf der Bühne platziert wurde und war gespannt, ob die Herren das übliche „Special“ auch diesmal mit dabei hatten. Die Band besteht aus Evil ED (Bass & Vocals), The Burner (Backing Vocals/ Guitar) und Biff „four Bucks“ Clayton (Drums) und widmet sich stilistisch dem Western-Style. Die Musik erinnert dabei eher an Motörhead und ähnlich frühem Heavy Metal. Mit einer gewaltigen Prise Rock, dann aber auch wieder typischen „Old-School“-Metalriffs wusste das Trio die Crowd zu überzeugen.

Nachdem die Herren schon das zweite Lied von sich gegeben hatten, stellte ich verwundert fest, dass mir ein, meinem Verständnis nach, essentieller Showtteil fehlte. An sich hat die Band bei Auftritten ihre Saloon Girls Miss Candy Rose und Miss Sherly Colt mit dabei, welche als Augenschmaus dienen sollten, doch diesmal war dies nicht der Fall. Dies störte mich zwar nicht, doch dennoch war ich etwas verwundert.

Abgesehen von den fehlenden Saloon Girls ließen die drei Musiker nichts vermissen. Einem jedem alt eingesessenen Metaller sei diese Band wärmstens empfohlen. Raue Vocals, ganz eigener Style und „road-taugliche“ Tracks für die Biker unter uns. Die Bühnenshow war energiegeladen und nach einem deftigen Set verließen die Cowboys die Bühne.

EPSILON:

 

 

Nun waren die „Local-Heros“ an der Reihe! Satte 16 Jahre schallt schon der niederösterreichische Death-Metal der Herren aus STP Metal City durch die Lande. Nach Gigs mit Bands wie OBITUARY, SOULFY oder auch CRADLE OF FILTH ist es doch auch schön einmal wieder ein Heimspiel genießen zu dürfen, vor allem, wenn die Truppe auch noch große Neuigkeiten zu verkünden hat.

 

 

Dieser nette, etwas bärtige, junge, plärrende Herr trägt den Namen Benjamin Mimler und dürfte vielen von euch noch nicht bekannt sein. Das soll sich nun ändern! Benjamin bekleidet nun das ehrenvolle Amt des Sängers und wechselte mit diesem Konzert offiziell den Platz mit seinem Vorgänger Josch. Schon ab dem ersten Song röhrte der Herr amtlich der Crowd entgegen und ging von der ersten Sekunde an ziemlich fein ab. Scheu ist Benjamin jedenfalls nicht und seine Bühnenpräsenz könnte nicht besser zu Freaky (Guitar), Raffi (Guitar), Mecki (Bass/ Backing Vocals) und Christoph (Drums) passen.

Die Band lieferte gekonnt Klassiker wie „Foxy Noxy“ oder „Schwertransport“ , griff sogar ganz weit in die Vergangenheit zurück und Benjamin zerlegte schon fast wie ein alter Hase. Die Show war jedenfalls ein wirklich würdiger Einstieg für den neuen Sänger.

Da ich Ex-Sänger Josch schon zu Beginn des Konzertes vor der Bühne gesehen hatte, ahnte ich was noch kommen würde, als er während der Ankündigung der letzten Nummer des Abends plötzlich verschwand. Ein paar Minuten später bestätigte sich meine Vermutung und Jung- und Alt-Sänger vergnügten sich miteinander auf der Bühne.

Dieses Foto sollte den Spaß den sie hatten gut widerspiegeln:

 

 

Mit dieser Einlage endete ein wirklich feiner Konzertabend im St. Pöltner Freiraum und traditioneller Weise ging es dann direkt weiter in Walter`s Underground.

Wie immer machte ich mich auf den Heimweg, da mein Sonntag meist auch ein Arbeitstag ist. Jener ist jedoch weitaus erträglicher, wenn man sich an die drei coolen Shows vom Vortag erinnern kann.

Somit wie immer ein großes Dankeschön ans Tales-Team, die Bands und den Freiraum für ein weiteres ereignisreiches TALES FROM THE MOSHPIT. Wir sehen uns beim nächsten Mal !


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