08.02.2019, QWest, Kufstein

DEADTIME STORIES - Dark Nights, Darker Days // Pre CD-Release

Veröffentlicht am 11.03.2019

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Ein Event auf das Core-Enthusiasten nur gewartet haben: Die CD-Release-Party der Kufsteiner DEADTIME STORIES, vollgepackt mit befreundeten Bands, die die komplette Fülle dieses Genres abzudecken wussten.

Ein wenig später als erwartet starten die Wiener STREET TO THE OCEAN gleich mit aller Kraft in den Abend. Und genau da habe ich schon das erste zu Beanstanden gehabt. Mit voller Kraft ist zwar auf dem Papier eine feine Sache, jedoch hatte ich spätestens beim 2. Song ernsthaft Angst um den Sänger, der zu seinem Leidwesen leider aussah als würde er schon am Limit seiner Möglichkeiten agieren. Die Stimme, leider zu sehr beansprucht, nahm mit jedem Lied ein wenig mehr ab und nahm ihnen den Schwung, den sie so gekonnt zu Beginn noch aufnahmen. Ob daran der On-Stage-Sound mitschuld war, konnte man von meinem Platz aus nicht erkennen, jedoch hoffe ich, dass auf einer größeren Bühne eine rundere Performance auf uns zu kommt und die Band in das Bild rückt das sie verdienen.

Wenig Zeit zum Verschnaufen gibt es nicht, denn nach einer angemessenen Umbauzeit hämmern schon FEEDING THE WOLVES auf uns ein was das Zeug hält. Hier erwartete uns schon ein deutlich runderes Bild in Punkto Sound und Vortrag, was direkt an den aufkommenden Bewegungen im erstaunlich zahlreich erschienenen Publikum zu beobachten war. Definitiv das, was eine Vorband liefern soll. Die Zuhörer kontinuierlich und zunehmend anzuheizen um den Roten Faden des Abends mit eigener Note in Richtung des Hauptacts zu leiten.

Dritte und die Goldene Mitte, aber vor allem mein persönlicher Favorit des Abends, waren DAZE AFFECT. Gerade. Kompromisslos. Sauber. Richtig schöner, klassischer Hardcore, angelehnt alle geliebten Genre-Größen, perfekt vorgetragen und eine Welle an aufkommender Stimmung, die nur allzu gut die gewonnene Energie in der Folgeband, und ausgenommen von unserem Hauptkünstler natürlich, eindeutig der Publikumsliebling der Show zu sein schien : DEAD LIKE JULIET.

Und genau da gings erst richtig los. Von jetzt auf gleich wurden aus anfänglich gebildeten kleineren Publikumsgruppen vor der Bühne richtige, ausgewachsene Moshpits, die bis zu Zwischenscheibe des Nichtraucherbereichs zurück reichten. Wall of Death, Stagedive, alles dabei. Und so wie bei fast jeder der vorangegangen Bands ließ es sich auch hier der Sänger unserer Gastgeber nicht nehmen, das ein oder andere Lied auf der Bühne im Duett mitzustimmen. Vielleicht ein wenig zu oft, aber selbst wenn war es der Stimmung allemal dienlich. Was uns schon zum Gipfel und lang erwarteten Hauptabendprogramm bringt.

Den DEADTIME STORIES, die, obwohl leider kein physischer Tonträger mitgebracht werden konnte, mit einigen Ankündigungen und Neuerungen zu überaschen wussten. Allen voran, war dies das letzte Konzert von Gitarrist “Ernte”, der zu MAGEM gewechselt ist und bereits für künftige Auftritte ersetzt wurde. Viel über die Produktion des neuen Werkes und den Erwartungen die damit einhergehen, wurden die neuen Songs gut geschmückt präsentiert und schlugen mit voller Wucht in das erwartungsvolle Publikum ein. Die Stimmung auf dem verdienten Höhepunkt, spielten die Kufsteiner Platzhirsche alles in Grund und Boden. Wer nach diesen fünf hervorragend abgestimmten Bands noch Luft hatte, war vermutlich nicht da. Ein sehr gelunger Abend und bis auf ein paar Verzögerungen, für eine Underground Show aussergewöhnlich gut organisiert.


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