15.06.2018, Pannonia Fields, Nickelsdorf

So war das Nova Rock 2018 - Tag II

Veröffentlicht am 04.07.2018

So war das Nova Rock 2018 – Tag II

 

Wie heißt es immer so schön – neuer Tag, neues Glück. So startete der kleine Schreiberling in den zweiten Tag. Geweckt von idyllischen Generatorklängen und der prallen Morgensonne stand ich voller Vorfreude – vor allem wegen des schönen Wetters – auf. Haha – zu früh gefreut. Trotz des Umschwungs stand ich mitten in einem kleinen Meer. Nichtsdestotrotz war die Stimmung auch zur frühen Stunde schon wieder mehr als geladen.


Der Tag begann für mich auf der Blue Stage mit EISBRECHER – einer der prägnantesten Bands der „Schwarzen Szene“. Die Gruppe überzeugte mit stimmungsvollen Goth- bzw. Industrial-Rock und konnte selbst einen Nicht-Fan des Genres zum Feiern (oder besser gesagt: Mitsegeln) mitreißen.

Leider musste der kleine Schreiberling schnell weiter, um sein persönliches Tages-Highlight – ANTI FLAG – nicht zu verpassen. Die Punk Band aus Pittsburgh ist für viele DIE Definition von Punk – polarisierende Texte über gesellschaftliche Normen, Politik und Pressefreiheit. Die Red Stage war gut gefüllt und die Stimmung wild. Das bunt gemischte Publikum konnte sich über Hits wie „American Attraction“, „The Press Corpse“ etc. freuen. Die Show wurde mit dem Punk-Hit schlechthin – „This Is The End“ – gebürtig abgeschlossen.

Nach einer kleinen Verschnaufpause (und mit dem ein oder anderen blauen Fleck mehr) zog es mich zu ARCH ENEMY weiter. Ich persönlich bin nicht der allergrößte Fan, dennoch finde ich die Live-Shows immer wieder sehenswert. Frontfrau Alissa White-Gluz überzeugt jedes Mal aufs Neue mit starken Screams und einer powervollen Darbietung. Es wurden viele Songs aus dem neuesten Werk – „Will To Power“ – gespielt, welche leider beim Publikum nur mit gemischten Gefühlen ankamen.

Kurze Zeit später war dann auch schon die Zeit für BAD RELIGION gekommen – feinster Punk aus dem sonnigen Los Angeles. Im Gegensatz zu den durchaus kräftigen und ernsteren Thematiken von ANTI FLAG konnten BAD RELIGION mit ihren lockeren, kritisch-sarkastischen Auftreten die Menge für sich gewinnen. Auch hier kann man von einer mehr als grenzgenialen Show sprechen!

Als ob das für heute nicht schon genug Punk wäre (Edit: Zuviel Punk gibt es nicht), kommen zur späteren Stunde die Genre-Vertreter schlechthin zum Zug – ja wir sprechen von niemandem geringeren als RISE AGAINST! Dass der erste Wave Breaker bestens gefüllt (fast schon überfüllt) war, schien in diesem Moment absolut nebensächlich zu sein. Die Jungs aus Chicago wurden von einer tobenden Menge in Empfang genommen. Die Show wurde mit dem Megahit „Satellites“ eröffnet – bereits hier sang die Crowd wie einstudiert mit. Was dann folgte ist bekannt. Ein Chartstürmer nach dem anderen. Bei „Give It All“ öffnete sich ein riesiger Circle Pit, welcher kein Ende zu nehmen schien. Dennoch kamen auch die Songs vom neueren Album nicht zu kurz. Insgesamt perfektionierten RISE AGAINST den Punk-Freitag.

Je später die Nacht, desto schwieriger wurde es auch, Entscheidungen zu treffen. AVENGED SEVENFOLD oder THE PRODIGY? Schlussendlich entschied sich der kleine Schreiberling (natürlich Stormbringer zuliebe <3) AVENGED SEVENFOLD eine Chance zu geben, was sich im Nachhinein glücklicherweise als die richtige Entscheidung herausstellen sollte. Was soll man zu diesem Konzert schon viel sagen? Moshen bis zum Umfallen, eingängiges Riffing und wundervolle Schreie von M. Shadows.


Das war es dann auch leider schon mit dem zweiten Tag… HALBZEIT! Tag III folgt in Kürze – im Gepäck mit Rap-Metal, Kindheitshelden und heimischen Metalcore-Klängen.


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