27.11.2017, Wiener Stadthalle, Wien

ALICE COOPER & EUROPE

Veröffentlicht am 01.12.2017

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Ol' Uncle Alice beehrte Wien im Zuge seiner Tour für die neue Platte "Paranormal". Im Schlepptau hatte er die ehemaligen Teenie- Rocker von EUROPE. Die ganze Chose fungierte unter dem Motto "Spend a Night with Alice Cooper".

Europe  zeigten sich gut aufgelegt und präsentierten sich als erdige Rocker mit leichten Schlenkerern in Richtung DEEP PURPLE und von mir aus auch RAINBOW. Sänger Rolf Larsson aka Joey Tempest ist stimmtechnisch noch immer in guter Form und auch der Rest der Band zeigte sich tight und in bester Spiellaune. Bei der Songauswahl ging die Band nicht auf Nummer sicher und musizierte sich durch eine ausgewogene Setlist, die die fast komplette Schaffensphase der Band beleuchtete. Das Hauptaugenmerk wurde jedoch auf Songs neueren Datums gelegt und diverse L'amour-Hatscher á la "Carrie" (gottseidank) komplett ausgeblendet. Unumgängliche Standards wie "The Final Countdown" oder "Rock The Night" durften aber natürlich nicht fehlen.

Setlist: (ohne Gewähr)

  1. Walk The Earth
  2. The Siege
  3. Rock The Night
  4. Last Look On Eden
  5. GTO (noch nie vorher performter, neuer Track)
  6. Superstitious
  7. Wasted Time
  8. Cherokee
  9. War Of Kings
  10. Hole In My Pocket
  11. Days Of Rock 'n' Roll
  12. The Final Countdown

Nach kurzer Umbaupause - der Meister lässt währenddessen seine neue Platte "Paranormal" dudeln - und einem Spokenword-Intro fällt der Vorhang, und Onkel Alice lädt zum Gruseltanz. Überraschenderweise ballert  ALICE COOPER nebst Band mit "Brutal Planet" einen seiner härtesten Songs als Opener ins Publikum, was der Autor dieser Zeilen höcht erfrischend findet. Mit "The World Needs Guts" taucht sogar ein Song vom "Constrictor" Album auf. Bei der Songauswahl wird sonst auf die üblichen Verdächtigen geachtet. Songs neueren Datums, bis auf "Woman Of Mass Distraction" von "Dirty Diamonds" und "Paranoic Personality" vom aktuellen Album kommen heute Abend nicht zum Zug. Songtechnisch die größte Überraschung ist wahrscheinlich "Pain" von "Flush The Fashion", welches mit noch nicht gekannter Vehemenz dargeboten wird. ALICE COOPER hat auch diesmal wieder eine prima Backingband an der Hand, die sich bestens eingespielt präsentiert, bei der sich besonders Schlagzeuger Glen Sobel mit seinem Solo bei "Halo Of Flies" hevortut. ALICE COOPER selbst spielt wie eh und je die Rolle des grantigen und abfälligen Showmasters, der kaum mit dem Publikum interagiert. Showtechnisch singt, reanmiert, mißhandelt, leidet und stirbt sich "Das Frauenzimmer Cooper" (Quelle: Johnny Depp, "Dark Shadows") routiniert durch den Abend, wobei er Frankenteins Monster mittels Elektrotherapie zurück ins Leben holt, mit "Ethyl" ein Tänzchen wagt, seine Frau mißhandelt, um dann in der Zwangsjacke von  Nurse "Rozetta" drangsaliert zu werden und anschließend am Schafott endet. Mit "School's Out" findet der ganze Spaß dann sein Ende, wobei auch noch "Another Brick In The Wall" von PINK FLOYD angespielt wird.

Setlist: (Ohne Gewähr)

  1. Brutal Planet
  2. No More Mr. Nice Guy
  3. Under My Wheels
  4. Department Of Youth
  5. Pain
  6. Billion Dollar Babies
  7. The World Needs Guts
  8. Woman Of Mass Distraction
  9. Poison
  10. Halo Of Flies
  11. Feed My Frankenstein
  12. Cold Ethyl
  13. Only Woman Bleed
  14. Paranoic Personality
  15. Ballad Of Dwight Fry
  16. Killer
  17. I Love The Dead
  18. I'm Eighteen
  19. School's Out

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