Interview: Pure Fucking Metal FestEvil - Harald Sausenthaler

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Wir müssen niemanden an den Haaren auf die Bühne zerren

Zum 5. Pure Fucking Metal FestEvil muss doch mal ein Interview mit dem Macher drin sein!

Veröffentlicht am 16.06.2022

Wie die wohlinformierte bayrische Community des Headbangens weiß, findet dieses Jahr die 5. Ausgabe des Pure Fucking Metal FestEvil statt. Zeit, um dem Veranstalter mal auf den Pelz zu rücken.

Wie kommt man als „normaler“ Metalfan auf die Idee, selbst so ein Festival auf die Beine zu stellen?
Nun ja. Die Idee entstand zu meinem 40sten Geburtstag. Ich wollte ihn einfach größer feiern und nicht 08/15. Und um das Ganze finanziell nicht alleine stemmen zu müssen, fragte ich einen Freund, der bereits im August 40 wurde, ob er nicht mitfeiern möchte. So fing das Ganze an...

Wie stemmst du die finanzielle Belastung, und wie kann man dich unterstützen?
Seitdem finanziere ich das alles immer aus eigener Tasche vor, deshalb ist es essentiell, dass wir nicht draufzahlen. Wir wollen keinen Profit machen, darum ging es mir nie. Es soll ein FestEvil von Fans für Fans sein. Wie man uns unterstützen kann…, natürlich indem man sich ein Ticket kauft und eine schöne Zeit bei uns verbringt. Und am besten im nächsten Jahr neue Freunde mitbringt (Mundpropaganda eben).

Dieses Jahr hast du zwei Tage veranschlagt und mit Bands gut vollgepackt. Wie kommst du zu dem Line-Up? Freiwillige Opfer oder schanghait [Schanghaien bezeichnet in der Seemannssprache das gewaltsame Rekrutieren von Seeleuten für Kriegs- und Handelsschiffe. Anm. d. Lektorats]?

Da wir ja fünfjähriges Jubiläum haben, wollte ich was Besonderes machen, und daraus wurden eben zwei Tage. Natürlich habe ich einige der Bands angefragt, die ich schon länger verfolge. Zu manchen habe ich persönliche Kontakte, und genauso sind ein paar Bands über eigene Bewerbungen ins Lineup gerutscht. Wir müssen also niemanden an den Haaren auf die Bühne zerren!

Das Line-Up ist nicht auf eine einzelne Richtung festgelegt, wie bei anderen kleinen Festivals, sondern richtig querfeldein durchs Metal-Genre. Wie kam es dazu?
Wir wollten die breite Masse ansprechen. Es soll für jeden etwas dabei sein. Und dass auch Genrefremde vielleicht an etwas Neuem Gefallen finden, oder in Zukunft mehr über den Tellerrand schauen.

Hast du am Anfang daran geglaubt, das Festival jetzt jedes Jahr (Pandemie zählt nicht) durchzuziehen?
Nein, nicht wirklich, aber nach dem zweiten Jahr hatte ich dann schon Ambitionen, weiterzumachen.

Und ganz ehrlich: wie waren die Reaktionen deines Umfeldes? ;-)
Die Reaktionen waren durchweg immer positiv, und wir wurden jedes Jahr ermutigt, das Ganze am Leben zu halten.

Was erwartet die Besucher außerhalb des Bühnenbereiches?
Eigentlich wollten wir dieses Jahr noch eine Feuershow einbauen, die aber leider wegen Waldbrandgefahr ausfallen muss. Dafür werden wir einen Beerpong-Bereich bereitstellen.

Und zu guter Letzt: Kannst du uns schon etwas für das nächste Jahr verraten?
Ich hoffe natürlich, dass dieses Jahr erfolgreich über die Bühne geht und wir 2023 daran anknüpfen können. Einige Künstler*innen werden dann bereits zum dritten Mal auf unserer Bühne stehen.

 

Ich freue mich sehr darauf, dieses Jahr zum ersten Mal die Objektive bei Pure Fucking Metal Festevil schwingen zu dürfen, da ich gehört habe, dass der Lichttechniker sehr kompetent ist.
Also greift schnell zu, das Programm kann sich sehen lassen: CRITICAL MESS, KRANKHEIT, WARPATH, FALLCIE, I'M YOUR NEMESIS und viele andere lassen es ordentlich krachen.


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