DRAGONBREED - Sebastian

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Musik mit Freunden machen, Kreativität ausleben und dabei einfach Spaß haben - das wünschen wir uns.

Wir haben kurz und knackig den Sebastian zum neuen Album "Necrohedron" gelöchert.

Veröffentlicht am 11.04.2022

Intro

Bitte stelle Dich kurz vor.
Hallo zusammen, Sebastian von der Band DRAGONBREED hier (Gitarre und Backing-Vox). DRAGONBREED versteht sich als Kollektiv von Freunden mit musikalischem Hintergrund aus den Bands SUIDAKRA und GRAVEWORM, die eine gemeinsame Band gegründet haben, um ihre Leidenschaft zu teilen und sich vor allem an dem skandinavischen Melodic Death Metal der 90er Jahre zu orientieren. 

Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Die Geschichten unserer beiden Bands, SUIDAKRA und GRAVEWORM, waren und sind schon immer sehr eng miteinander verflochten. Uns verbindet daher eine sehr starke Freundschaft, die mehr oder weniger nie abbrach und wir immer in Kontakt blieben. Zu der Zeit, als wir über einen festen Sänger für DRAGONBREED nachdachten, dachten wir daher sehr schnell an Fiori. Und mit Zachi, der den Bass spielt, ist es ähnlich. In den Anfangsjahren von SUIDAKRA war er Bestandteil der Band und seit dieser Zeit ist der Kontakt nie abgebrochen. Die Idee, etwas zusammen zu machen, stand immer im Raum.

Ist ein Schritt in die Vergangenheit manchmal ein großer Schritt in die Zukunft?
Im Bezug auf DRAGONBREED kann man das durchaus so sagen, da dieses Projekt ja quasi letztendlich daraus entstanden ist, Musik mit Bezug zum Old School Melodic Death Metal wieder aufleben zu lassen und mindestens in die Gegenwart, wenn nicht in die Zukunft zu transferieren.


Über das Album „Necrohedron“

SUIDAKRA gibt es seit 1994 und GRAVEWORM seit 1997. Das ist einiges an Erfahrung. Hilft euch dies bei eurem neuen Projekt?
Ja, definitiv. Die vielen Jahre an Erfahrung können wir durchaus hier und da in dieses Projekt mit einfließen lassen, was das Ganze im Ergebnis produktiver und effizienter macht. Auch sind wir in dieser Zeit in den Genuss von sehr, sehr viel unterschiedlicher Musik, wie natürlich auch Melodic Death Metal gekommen, die sicherlich förderlich ist, sich mit eben diesem Projekt DRAGONBREED auseinanderzusetzen.

Mit „The Undying“ liefert ihr schon mal eine Keule ab. Warum hab ihr diesen Song als Opener gewählt?
Wir fanden das dieser Song die volle Bandbreite und Tiefe von DRAGONBREED, und was der Hörer auf "Necrohedron" erwarten kann, am besten widerspiegelt – und das ohne großes Vorgeplänkel. Dieser Song soll einen von Beginn an packen, nicht mehr loslassen und dabei Lust auf mehr machen. Dabei kommen die typischen Melodic Death Metal Parts sowie Fioris brutaler und prägnanter Gesang, sowie Gastmusiker und ruhige, melodische akkustische Mittelparts voll zur Geltung und nicht zu kurz.  

Woher habt ihr eure Ideen für die Songs? Lagen die schon in der Schublade und haben auf eine Gelegenheit gewartet?
Die Basis des Ganzen lag tatsächlich schon in der Schublade – und zwar kurz nach den Aufnahmen zu SUIDAKRAs "Wolfbite"- Album (lacht). Während dieses Prozesses hatten wir ein paar Parts, Ideen und sogar Songs, die nicht ganz zu dem Konzept, dem Gefühl und/oder der Richtung passten, die wir damals suchten und so kamen sie erstmal in die Schublade. Wir haben schnell gemerkt, dass verschiedene Old School Melodic Death Metal Parts ihren Weg in diese Sammlung gefunden haben. Wir hatten schließlich die Idee, vielleicht etwas Neues, Anderes daraus zu machen – ein neues Projekt, das sich mit diesem Musikgenre beschäftigt, einen anderen Ansatz erfordert und als Herausforderung darstellt. Daraus entstand dann DRAGONBREED.

Die Gesangsparts blasen einem regelrecht die Spinnweben aus dem Gehirn. Wie schaffst du es, dieses Volumen zu bringen?
Genau so soll es sein… Und um ehrlich zu sein, haben wir nichts anderes von Fiori erwartet (lacht)! Er macht das Ganze ja auch schon seit einiger Zeit mehr als professionell und kann einiges an Erfahrung und Technik mit einbringen, um so ein Ergebnis zu erzielen. 

„Dawn Of Calamity“ –​ Morgendämmerung des Unheils – klingt ein wenig prophetisch. Haben eure Songs Bezug zu aktuellen Geschehen?
Nein, nicht direkt. Die Songs, oder besser noch die Texte, stammen aus der Feder unseres Freundes Kris Vervimp, der in unseren Augen wieder einmal eine absolut geniale Arbeit abgeliefert hat und sich dabei einer fantastischen Welt bedient. Ich sage wieder einmal, das SUIDAKRA schon seit Jahren mit Kris mehr als erfolgreich zusammenarbeitet. Anders als in SUIDAKRA, wo es sich primär bei den vergangenen Alben um konzeptionelle Geschichten dreht, ist der Ansatz bei DRAGONBREED ein anderer. Jeder Song erzählt eine andere Episode um ein zentrales Objekt herum, dem Necrohedron. Wie zum Beispiel in den Hellraiser-Filmen, in denen sich alles um die Puzzle-Box dreht, aber jeder Film eine andere Geschichte erzählt, steht förmlich jeder Song für sich alleine. 

Fragen aus Neugier

Nimmt einem die jahrelange Erfahrung die Nervosität von Neuveröffentlichungen?
Ja, in gewisser Hinsicht schon, was die Nervosität angeht... nicht aber was Aufgeregtheit angeht. Die ist immer da, wenn der Tag gekommen ist, eine fertige Platte endlich unter die Leute bringen zu können. Gleiches gilt auch für Liveauftritte. Da sind wir, und da spreche ich glaube ich für jeden in der Band, immer noch jedes Mal aufgeregt. 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft (persönlich, als Band, allgemein)?
Daß wir weiterhin die Sache machen können, die uns alle am Herzen liegt und die wir lieben... Musik mit Freunden machen, Kreativität ausleben und dabei einfach Spaß haben. Weiterhin an Herausforderungen wachsen, Dinge erreichen, auf die wir stolz sein können, Weiterentwicklung in mehreren Bereichen und möglichst viele Momente erleben, an die man stets gerne zurückdenken mag.

Lest ihr die Kritiken / Reviews / etc. über auch? Wie geht ihr damit um?
Ich für meinen Teil gehe jetzt nicht explizit auf die Suche nach Kritiken oder Reviews, die man z.B. in großer Anzahl im Internet finden kann. In den aber auch schon bereits über 25 Jahren Musikgeschichte in verschiedenen Projekten, kommen da durchaus einige zusammen. Nichtsdestotrotz lese ich schon einmal diejenigen, auf die ich zufällig stoße, auf die man hingewiesen wurde oder die einem zugespielt werden. In den Anfangsjahren haben wir uns negative Kritik durchaus schon sehr zu Herzen genommen. Mit den Jahren gelingt einem aber ein gewisser professioneller Umgang, Abstand und Gelassenheit.  

Geht ihr selbst noch auf Konzerte / Festivals?
Wenn Corona dem Ganzen nicht gerade einen Strich durch die Rechnung macht, gerne! Auch sind viele von uns mittlerweile Familienväter und daher durchaus eingespannter als zuvor, aber nichtsdestotrotz können und wollen wir uns das, wenn es möglich ist, nicht nehmen lassen. Häufig stehen dabei eher die kleinen Clubs und Konzerte im Vordergrund, als die größeren Festivals. 

[Anm. SV: Herzlichen Dank für deine Zeit, und ich drücke die Daumen für das Album und weitere folgende Projekte.]


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