BURY TOMORROW - Daniel Winter

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Naja, „Black Flame“ war einfach die perfekte Mischung aus den ersten vier Alben von uns. Es war ein Album für die Fans, nicht für uns.

BURY TOMORROW ackern und ackern und ackern. Im Regelfall erwartet uns alle zwei Jahre ein neuer Output samt ausgedehnter Tour. "Cannibal" wurde wegen Corona ein wenig verschoben, doch nun wurde es endlich auf die breite Masse los gelassen. Vocalist Daniel sprach mit uns über diverse Themen!

Text: Sonata
Veröffentlicht am 08.07.2020

Hi Dani! Erstmal möchte ich mich für deine Zeit bedanken, die du hier aufbringst. Wie geht’s dir so?

Mir geht’s so gut wie es einem gerade eben gehen kann, danke dir.
 
Für jede Band da draußen war und ist Corona natürlich eine sehr große Herausforderung. Ihr habt eure Tour abgesagt und euer Album nach hinten geschoben. Erzähl uns mal aus deiner Perspektive, wie du diese Zeit so wahrnimmst?

Es ist verrückt und absolut surreal. Als Band wollen wir das tun, was uns am nächsten steht: Shows spielen, mit unseren Fans abhängen etc. Das ist uns aktuell genommen worden, was natürlich ziemlich beschissen ist. Aber wir sitzen alle im selben Boot und es ist nicht zu ändern. 

„Cannibal“ ist der Nachfolger zu „Black Flame“, was viele als euren besten Output bezeichnen bis hierhin. Ist eine hohe Erwartungshatung für den Nachfolger etwas, was einen unter Druck setzt oder motiviert es sogar eher?

Naja, „Black Flame“ war einfach die perfekte Mischung aus unseren ersten vier Alben. Es war ein Album für die Fans, nicht für uns. Wohlwissend, dass die neue Platte sich mehr mit uns selbst beschäftigt, ist der Druck relativ gering. Es beherbergt ein anderes Gefühl als „Black Flame“: Natürlich setzen wir uns jedes Mal unter Druck, musikalisch noch besser zu werden und als Band zu wachsen. 

Was erwartet uns auf „Cannibal“ denn thematisch so?

Es ist ein sehr persönliches Album über den schlechten Zustand meiner mentalen Gesundheit und wie es sich angefühlt hat. Es ist schnell, wütend und mächtig zugleich. Dementsprechend soll die Platte den Hörer auf eine emotionale Reise mitnehmen.

Mit dem Titeltrack der letzten Scheibe habt ihr was sehr Cooles initiiert. Ein paar Fans durften mit eurem Support eine Cover Version aufnehmen, die wirklich Gänsehaut zu erzeugen wusste. Wie kam es zu dieser Idee?

Es ging uns immer um unsere Fans und seit Tag eins bedeuten sie auch alles für uns, denn ohne sie könnten wir dieses Leben nicht führen. Es war eine Möglichkeit, ihre Talente zu feiern und eben nicht nur unsere eigenen, was wirklich toll war.

Ich würde behaupten, dass du zu den vielfältigsten Vocalisten des Genres gehörst, wenn wir über Screams sprechen. Wie hast du dir eine so gute Technik angeeignet, die dir auch erlaubt, während der gesamten Tour zu glänzen? Ich habe viele Bands aus dem Genre live gesehen und bei vielen Screamern war nach zwei Songs das Pulver verschossen, während ihr durch die gesamte Tour hinweg eine starke Energie und Performance liefert.

Danke dir! Wir sind stolz auf das, was wir live repräsentieren können. Ich finde, dass jeder, der so häufig wie wir getourt hat, eine gewisse Konsistenz auf die Bühne bringen sollte. Ich arbeite täglich an meiner Stimme und ruhe mich nie drauf aus. Außerdem passe ich sehr gut auf meine Stimme auf. 

Was erwartest du von der Zukunft, wenn wir aktuell noch Corona miteinbeziehen? Plant ihr eventuell Live-Streams wie andere Bands es getan haben?

Wir haben ein paar Zoom Sessions mit viel Interaktivität für unsere Bands auf die Beine gestellt, aber am Ende will ich einfach nur wieder auf der Bühne stehen. 

Ihr habt schon ne Menge an Alben veröffentlicht, aber gehört nachwievor zu den jüngeren Bands da draußen. Besteht da die schnell die Gefahr, ausgebrannt zu sein, wenn man so konsistent wie ihr tourt und Alben veröffentlicht? Kreativität wächst ja nun mal auch nicht auf Bäumen. 

Haha, wir fühlen uns nicht jung. Wir haben immer noch eine Menge Ideen, die noch nicht mal auf Papier gebracht worden sind und ich denke, dass es uns sehr gut geht. Die Liebe zur harten Musik treibt uns an. 

Vielen Dank für das Interview! Bleib gesund und wir sehen uns hoffentlich bald auf einem Konzert!


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