PYRAMIDOS - Rodehihi, Yoitch, Kattu, Tomosuke

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Ich hatte eher die Befürchtung, wir würden mit unserer speziellen Interpretation der populären und wertgeschätzten Folk-Songs in den Herkunftsländern die Fans verärgern.

"Mi Cigani meraklije, ne možemo bez rakije! Bez rakije, šljivovice, i bez mlade Cigančice!" Jetzt wisst ihr Bescheid!

Veröffentlicht am 28.04.2020

Rodehihi, Yoitch, Kattu, Tomosuke aka PYRAMIDOS wissen was zu tun ist: Musik respektvoll als hohes Gut zu behandeln, zu konsumieren, zu produzieren, neuzuinterpretieren und zu exportieren! So einfach lässt sich der moderne Musik-Jünger glücklich machen, besonders wenn in den Folk-Songs ein feiner Rock-Einschlag wahrzunehmen ist - doch ist es auch so einfach, multikulturell zu leben? Gönnt euch dieses Turbo Folk Special und findet es heraus!


Hey Freunde! Ich bin froh, euch entdeckt zu haben! Wer seid ihr und wer ist für was zuständig?

Rodehihi: Hey Daniel, sorry, dass du etwas auf uns warten musstest. Wir sind PYRAMIDOS aus Japan. Ich bin Rodehihi und zuständig für Gesang, Gitarre, Bouzouki (Griechische Schalenhalslaute - Anm. d. Verf.), Saz (Türkisches Saiteninstrument - Anm. d. Verf.) und unseren Youtube-Kanal. Yoitch spielt Klarinette. Kattu ist unser Web Manager und bedient den Bass. Tomosuke spielt die Drums.

Das muss die berühmte Pünktlichkeit sein, die Japanern nachgesagt wird. Das Interview war doch bereits nach zwei Tagen im Kasten! Oft warte ich selbst auf deutschsprachige Bands einige Monate, bevor ein Interview umgesetzt wird. Apropos Sprachen: Ihr performt serbokroatische, türkische, griechische und viele andere Volkslieder. Darunter ist sogar Romani. Wie kommt das?

Rodehihi: Das liegt ganz einfach daran, dass wir alle an fremden Kulturen und ihren Klängen interessiert sind. Ich wollte Lieder aus anderen Ländern singen.

Seid ihr außerhalb Japans neuen Einflüssen begegnet?

Rodehihi: Ja, bei mir war es die Türkei.

Yoitch: Korea.

Kattu: Griechenland.

Tomosuke: Vereinigtes Königreich.

In eurer Facebook-Info seid ihr als "Gypsy Band in Japan" bezeichnet. Ich habe von einem Wandervolk in Japan gelesen, das man "Burakumin" nennt. Sie sind in Deutschland nahezu unbekannt, aber wenn man von ihnen liest, werden sie mit "Zigeunern" verglichen. Gehört ihr den Burakumin an oder pflegt ihr Kontakt zu ihnen?

Tomosuke: Nein, auch wir wissen wenig darüber und haben keinerlei Kontakt zu diesem Volk.

Fremde Einflüsse sind Teil eures Erfolges auch außerhalb Japans. Hattet ihr im Entferntesten daran geglaubt, dass ihr so bekannt würdet?

Rodehihi: Nein, absolut nicht. Ich hätte niemals gedacht, in Übersee so viel Aufmerksamkeit erregen zu können.

Yoitch: Ich hatte eher die Befürchtung, wir würden mit unserer speziellen Interpretation der populären und wertgeschätzten Folk-Songs in den Herkunftsländern die Fans verärgern.

Rodehihi, du musst live ständig zwischen verschiedenen Sprache hin und her wechseln. Ist das schwierig für dich?

Rodehihi: Ich übe hundertfach die Songs bevor wir sie performen und mit Textkarten klappt es ganz gut.

Ihr habt ja auch Alben aufgenommen. Wo kann man die herbekommen?

Kattu: Momentan bremst das Coronavirus einiges aus. Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt. Wenn wir wieder alte Verhältnisse haben, möchten wir unsere CDs natürlich auch über den Postweg exportieren.

Ganz zu schweigen von Live-Auftritten. Einige habt ihr schon in Europa absolviert, aber da war ja noch mehr geplant, richtig?

Tomosuke: Genau, eine Tour in Griechenland war dieses Jahr geplant, aber diese ist leider abgesagt.

(Auch Songs der türkischen Pop-Rock-Legende Barış Manço befinden sich in PYRAMIDOS´ Repertoire!)

Die Einschränkungen zur Virusverbreitung einen uns mehr als dass sie uns trennen, mag man fast meinen. Wie sieht das tägliche Leben in Japan aus?

Tomosuke: Es ist momentan wie überall auf der Welt. Wenn es sich vermeiden lässt rauszugehen, verlassen wir unsere Wohnungen nicht. Man arbeitet von zuhause aus. Konzerte und kulturelle Veranstaltungen werden weiterhin abgesagt.

Neben dem kulturellen "Potpourri" fällt ein anderes Merkmal an euch sehr auf, nämlich die Pyramiden. Heutzutage glauben viele Menschen an eine Verschwörung der Eliten unserer Welt, welche das Pyramidensymbol verwendet. Was bedeutet die Pyramide für euch?

Rodehihi: Früher spielte ich hinter einer Bauchtänzerin, deshalb wählte ich die Pyramide als Symbol arabischer Musik im Bandnamen. Die Member sind jetzt die PYRAMIDOS.

Schon mal schlechte Erfahrungen mit dem Namen gemacht?

Rodehihi: Naja, manchmal hält man uns für Illuminati.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Rodehihi: Ich möchte in Japan eine Pyramide errichten.

Yoichi: Dass wir uns weiterentwickeln.

Kattu: Ein heißes Eisen in Osteuropa zu werden.

Tomosuke: Ich möchte mit PYRAMIDOS auf der ganzen Welt spielen.

Das wird STORMBRINGER - THE HEAVY CONSPIRAZINE weiter beobachten und wünscht euch mit euren Plänen viel Erfolg!

Vielen Dank!


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